Lob und Tadel
Ein Muss für jeden Hund, ist eine nach art- und rasseabhängige sorgfältige Grunderziehung.
So wird vermieden, dass der Hund sich selbst oder andere gefährdet oder sogar jemanden verletzt.
Mensch und Hund bilden ein Team, aber der Hundehalter muss sich bei der Ausbildung seines Hundes darüber im Klaren sein, dass dieser nur durch Lob, Tadel und absoluter Konsequenz erzogen werden kann. Dabei muss sich der Halter in der Hierarchie des "Rudels" immer an die erste Position setzen und den zu erziehenden Hund dazu bringen, diese auch anzuerkennen.
In einem solchen Team wird der Hund seinen Menschen vertrauensvoll als Autorität an und ordnet sich bereitwillig unter. Dabei wird er aber nicht aus einer Angst heraus gehorchen, sondern aus Vertrauen und aus Freude am gemeinsamen Tun.
Eine sanfte und somit artgerechte Erziehung sollte allerdings nicht mit antiautoritär verwechselt werden, denn diese ist beim Hund fehl am Platz. Ein Hund braucht konsequente Regeln für das Zusammenleben mit seinen Menschen.
Durch eine indirekte Rangeinweisung sollte schon der Junghund / Welpe gezeigt bekommen, dass er nicht der Boss im Rudel ist. Das bedeutet zum Beispiel, dass erhöhte Liegeplätze für ihn absolut tabu sind. Die Couch, das Bett, der Sessel etc., sind nur den ranghöheren Mitgliedern des Rudels vorbehalten.
Eine weitere Regel ist, dass Hund und Mensch nie zum gleichen Zeitpunkt ihre Mahlzeiten zu sich nehmen. Es essen immer erst die Hundehalter und dann der Hund.
Und beim Verlassen des Hauses geht immer der Mensch zuerst durch die Tür und dann der Vierbeiner! Das ist nur ein kleiner Einblick, eine ortsansässige gute Hundeschule kann Ihnen hier ausführlicher berichten.
Loben:
In der Hundeerziehung ist das Loben ein wichtiger Faktor. Es wird immer dann gelobt, wenn der Hund ein erwünschtes Verhalten gezeigt hat.
Richtig loben Sie Ihren Hund indem Sie ihn kraulen oder mit einer Leckerei belohnen. Auch die Stimme spielt hierbei eine große Rolle, sie wird im Tonfall angehoben (Ja fein ! Gut gemacht !) Da Hunde ein sehr gutes Gehör besitzen, reicht es, mit leiser, angenehm hoher, aber bestimmter Stimme mit dem Tier zu sprechen.
Man sollte dem Hund dabei ansehen, dass er sich freut.
Tadeln:
Ein Tadel ist nur dann sinnvoll, wenn der Tadel vom Tier mit der falschen Gegebenheit gekoppelt werden kann. Ist der zeitliche Zusammenhang verloren, versteht der Hund weder Lob noch Tadel. Noch während der Ausführung der falschen Gegebenheit muss mit einem Kommando, interessantem Geräusche oder Bewegungen eingegriffen werden um das Tier entsprechend abzubringen, bzw. abzulenken.
Ein häufiger Erziehungsfehler, ist die Bestrafung nach einem unerlaubten Ausflug mit anschließendem Zurückkommen. Beispielsweise wenn Ihr Hund trotz Ihres "Hier"-Rufens einem Hasen hinterher jagt und nach einer Weile zu Ihnen zurückkehrt. Erfolgt hier eine Bestrafung, dann heißt das für ihn: Kommen = Strafe. Angebracht wäre hier ein Lob für das Herankommen. Ich spreche aus eigener Erfahrung, wenn ich behaupte, dass dies alles andere als leicht ist und dass "brav gemacht" oft durch die Zähne gequetscht wird. Aber der Erfolg ist das was für sich spricht!
Beim Tadeln sollte die Forderung in tieferer, lauterer, bestimmter Tonlage gegeben, wobei auf absolute Ausführung geachtet werden muss.
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