Ronaldos auf vier Pfoten
Nicht wenige Hunde sind total wild auf Bälle, ob nun groß oder klein, Hauptsache der Ball rollt und kann gejagt werden. Diesen Trieb macht sich die Hundesportart Treibball zu Nutze. Bei dieser noch recht jungen Hundesportart sind die Bälle größer als sonst üblich, und es gibt spezielle Regeln.
Im Gegensatz zum menschlichen Fußball ist Treibball keine Mannschaftssportart, es ist immer nur ein Hund-Mensch Team auf dem Spielfeld. Der Unterschied zum normalen Ballspiel eines Haushundes ist der, das der sich mit dem Ball nicht alleine beschäftigen darf. Er wird gezielt von seinem Besitzer über das Feld dirigiert. Ziel des Spiels ist es, acht verschieden farbige Bälle mit der Schnauze schnellstmöglich in das Tor zu kicken. Als Bälle werden handelsübliche Gymnastikbälle in allen Größen verwendet, allerdings kann man bei kleineren Hunden aufblasbare Wasserbälle nehmen und bei Hunden, die zum Ball zerstören neigen oder relativ hektisch sind, so genannte Anti-Stress-Bälle.
Das Training beginnt
Zu Beginn muss der Treibballneuling an die Gymnastikbälle gewöhnt werden. Zu Anfang sind viele Hunde verunsichert und bellen den ungewohnten Ball aus, deshalb sollte man am Anfang eines Trainings nie den Ball auf den Hund zu rollen lassen. Beginnt der Hund das Spiel von sich aus, sollte der Halter dies unterbinden. Der Hund muss als allererstes lernen, auf Signal stehen bzw. liegen zu bleiben, auch dann wenn der Ball in unmittelbarer Nähe ist. Erst wenn dieses Kommando sitzt, kann man mit seinem Hund trainieren, wie er den Ball links, rechts, vorwärts oder nach hinten schieben kann.
Beim Treibball-Wettbewerb werden die Bälle in einer vorgegebenen Reihenfolge ins Tor gekickt. Zu Beginn werden die Bälle in einem Dreieck angeordnet. Der Hundhalter darf sich nur in einem bestimmten Radius um das Tor bewegen und von dort seine Kommandos geben. Neben der Geschicklichkeit und Schnelligkeit ist ebenso Disziplin ein wichtiger Faktor. Beim Treibball steht der Spaß im Vordergrund und wer seinen Hund durch lautes Schreien unter Druck setzt bekommt Punkte abgezogen.
In seinem Ursprung war Treibball als eine artgerechte Beschäftigung für Treib- und Hütehunde gedacht, allerdings ist sie für die meisten Hunderassen eine geeignete Sportart. Die Idee stammt vom holländischen Hundetrainer Jan Nijboer und mittlerweile werden zu dieser Sportart auch schon Seminare angeboten.
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