Der Shiba Inu

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Schon auf jahrtausende alte Tonfiguren und Reliefs findet man Abbildungen des Shiba Inu, die ihn bei der Bären- oder Hirschjagd zeigen. Der Shiba Inu gehört zu den ältesten Hunderassen der Welt und ist die älteste Hunderasse seines Ursprunglandes Japan. Diese Rasse ist über 8000 Jahre alt, wie Knochenfunde aus neuerer Zeit belegen.

Der fuchsartige Spitz hat sich seit Urzeiten nicht verändert und viel ursprüngliches Hundeverhalten behalten. Er lebte in den Bergen am japanischen Meer und wurde als Jagdhund gehalten. In dieser Funktion wurde er auf Kleinwild und Vögel eingesetzt, aber gelegentlich auch zur Jagd auf Großwild und Bären. Heute ist er in Japan ein beliebter Familienhund, wird aber auch als Jagd-, Wach-, Zughund gehalten. Der Shiba Inu ist in der F.C.I. (Fédération Cynologique Internationale) der Gruppe 5 "Spitze und Hunde vom Urtyp“, Sektion 5 "Asiatische Spitze und verwandte Rassen" eingruppiert.

Wesen

Der Shiba Inu ist sehr intelligent, mutig, sehr gelehrig, ruhig und ausgeglichen. Er sollte von Anfang an sehr konsequent und verständnisvoll erzogen werden, aber ein absoluter Gehorsam (wie zum Beispiel beim Schäferhund) kann von ihm nicht verlangt werden.

Durch seine Intelligenz ist er sehr gelehrig und lernt sehr schnell, aber er muss in allen Übungen etwas Sinnvolles erkennen können. Er ist in seinem Wesen sehr lebhaft, dominant, neugierig, anhänglich und treu, aber auch kühn und sehr aufmerksam. Zu seinen Leuten ist er immer freundlich, bei Fremden (Mensch oder Tier) ist er eher reserviert. Bietet man dem temperamentvollen Hausgenossen genügend Beschäftigung und Bewegung, kann man ihn gut in der Wohnung halten.

Aufgrund seines Bewegungsdranges eignet sich der Shiba Inu gut für sportliche Aktivitäten: Agility, Laufen am Fahrrad und lange, ausgiebige Spaziergänge. Für die Zwingerhaltung ist der Shiba Inu nicht geeignet, da er den ständigen Kontakt zu seinen Menschen braucht.

Erscheinungsbild

Die Widerristhöhe beträgt bis zu 39,5 Zentimeter und ist abhängig vom Geschlecht des Shibas. Sein Deckhaar ist hart und gerade, die Unterwolle ist weich und dicht. Zugelassene Farben sind: gestromt, schwarz, sesam, rot und weiß. Alle angeführten Farben müssen "Urajiro" (alle erforderlichen weißen Markierungen) aufweisen. Das Haar an der Rute ist etwas länger und abstehend. Der Shiba Inu hat keinen Eigengeruch, das heißt auch nach einem Spaziergang im Regen riecht er nicht nach Hund!

Er hat einen breiten Schädel mit deutlichem Stop und leicht ausgeprägter Stirnfalte (bei vielen Urhunde-Arten zu beobachten), sein Nasenrücken ist gerade. Der Shiba Inu hat einen mäßig dicken Fang, der sich allmählich verjüngt und ein kräftiges Scherengebiss. Rassespezifischen Erkrankungen sind bei den Shiba Inus nicht bekannt, denn glücklicherweise gibt es bei dieser Rasse keine Überzüchtungen. Seit 1976 ist der Shiba Inu von der F.C.I. anerkannt und wird durch den VDH (Verband für das Deutsche Hundewesen) und DCNH (Deutscher Club für Nordische Hunde) vertreten.

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