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Der Labrador Retriever (Teil 2)

 

Wie bei vielen Hunderassen kristallisierten sich auch beim Labrador Retriever zwei Zuchtlinien heraus. Die einen züchteten die Tiere hauptsächlich zu Showzwecken, die anderen speziell für die Jagd.

Diese Entwicklung der Show- und Arbeitslinien wurde nach dem zweiten Weltkrieg durch die immer größer werdende Popularität des Labrador Retrievers als Familien- und Ausstellungshund beeinflusst. Zuvor waren es größtenteils Angehörige der wohlhabenden Oberschicht, die den Hund auf Grund seiner besonderen Vorzüge für die Jagd schätzten und die entsprechend dieser Vorzüge ihre Zucht ausrichteten. Durch den Labrador-Boom erstreckte sich die Liebe zu dieser Rasse durch alle Bevölkerungsschichten im ganzen Land und über dessen Grenzen hinaus. Dem entsprechend gab es nun ein weiteres Zuchtziel unter den Züchtern, einen Familien und Showhund.

Züchter der Showlinien orientierten sich bei ihrer Zucht am Idealbild des auf Ausstellungen verlangten Standards und somit im Wesentlichen an den Merkmalen des äußeren Erscheinungsbildes. Dem hingegen richteten Züchter der Arbeitslinie ihr Augenmerk auf ein ausgeglichenes und ruhiges Wesen, Gesundheit und vor allem auf die Arbeitsleistung, den Arbeitswillen und das Temperament der Zuchthunde.

Durch die verschiedenen Zuchtlinien tritt der Labrador heute in zwei unterschiedlichen Erscheinungsformen auf, dem großen "Showdog" und dem erheblich kleineren Typ, der als "Working dog" bezeichnet wird. In der heutigen Zeit wird der Labrador Retriever auf Grund seiner bemerkenswerten Vielseitigkeit in verschiedensten Bereichen eingesetzt. Neben seiner Beliebtheit als Familienhund findet man ihm Einsatz als vielseitiger Jagdhund, Blindenhund, Drogenspürhund, Minensuchhund beim Militär, Rettungshund, Lawinenhund oder als Sportkamerad beim Agility_(Sportart) und Flyball.

Der Labrador ist ein anhänglicher, verschmuster, geduldiger, nervenstarker, angenehmer und wirklich kinderlieber Familienhund. Das enge Zusammenleben mit seinem Menschen geht für ihn über alles, er ist wachsam, aber nie aggressiv. Die „Labbies“ neigen nicht zum Wildern oder Streunen.
Der begeisterte Schwimmer geht zu jeder Jahreszeiten ins Wasser, teilweise ist es sogar so, dass der Labrador nicht an einer Pfütze vorbeigehen kann ohne nicht mindestens einmal darin zu suhlen.

Neben dem schon vorweg erwähnten schwarzen Farbschlag, gibt es beim Labrador noch die Fellfarben gelb und chocolate bzw. leberfarben. Das Fell ist kurz und dicht ohne Wellen oder Befederung, es fühlt sich ziemlich hart an, mit wasserdichter Unterwolle. Die Rüden sollen eine ideale Schulterhöhe von 56-57 cm und die Hündinnen 53-56 cm erreichen, ihr Körpergewicht liegt bei den Männchen bei 35-38 kg die Weibchen sollen zwischen 30-33 kg wiegen.

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