Wieso? Weshalb? Warum?
Nach dem Vorfall schöpfte ich alle Quellen aus die ich kannte. Ich schrieb in ein Forum und löste Diskussionen aus, ich fragte Lillis Hundetrainerin Christiane Glanz und forschte im Internet nach solchen Fällen.
Für mich war eigentlich klar, dass es kein ethologisches Problem sein konnte. Schließlich hatten wir Lilli nun schon 4 Jahre und bisher war sie in diese Richtung unauffällig. Mal eine Rempelei mit einer Hündin und eventuell ein Verweisen von kastrierten Rüden, aber ohne Grund einen Angriff starten, war nicht ihre Art. Nach einem intensiven Gespräch mit Christiane Glanz machte ich sofort einen Termin beim Tierarzt. Hier möchte ich mal für die kompetenten und immer informativen Gespräche mit Christiane bedanken, man trifft selten so kompetente „Hundetrainer“.
In der Kleintierklinik Asterlagen ließ ich Lilli von unserem Tierarzt Dr.Roll untersuchen. Ihm beschrieb ich alles, was in letzter Zeit bei Lilli auftrat. Ihre Schwierigkeiten mit den Ohren, der klebrige Fleck im Nacken, ihr Pfotenbeißen, ihre Unruhe. Er entnahm ihr Blut und untersuchte sie von oben bis unten. Ihre Ohren waren entzündet, beidseitig und das obwohl ich sie schon behandelte! Eine genaue Diagnose war nicht möglich, denn man darf einen ethologischen Grund auch nicht ausschließen. Er riet mir, dass Ergebnis abzuwarten, weiterhin die Ohren zu behandeln und Lilli fortan an der Leine zu führen. Das Blutergebnis zeigte keine Auffälligkeiten und durch die Behandlung mit einem anderen Präparat, sind ihre Ohren nun auch wieder in Ordnung.
Ein Verdacht, der mich beschlich, war ihr Futter. Dieses hatte ich 3 Monate zuvor umgestellt und eventuell lag es auch daran. Wer nun eine Auflösung erwartet, den muss ich enttäuschen. Lilli läuft bei Hundebegegnungen nun immer an der Leine und wir trainieren intensiv den Abruf mit ihr. Zudem wurde sie durch unsere Trainerin mittlerweile mit Bachblüten eingestellt, deren Wirkung aber erst nach einer Weile abzusehen sind.
Ich werde natürlich weiter berichten!
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