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Der Mops

 

Wilhelm Busch verspottete ihn, Alfred Brehm hasste ihn, Loriot liebt ihn und mit ihm mittlerweile eine große Fangemeinde, denn der Mops ist im Kommen.

Ursprünglich dachte man, dass der Mops aus Holland stamme, Tatsache aber ist, dass holländische Seefahrer den kleinen Hund im 16. Jahrhundert aus Asien mitbrachten. Dort wurde er am chinesischen Hof gehalten und nach seiner Ankunft in Europa setzte sich diese Tradition an den hiesigen Höfen fort. Wilhelm I. von Oranien wurde angeblich 1570 durch das Bellen seines Hündchens Pompey vor spanischen Attentätern gewarnt. Und mit den Oraniern gelang der kleine Hund schließlich auch nach England und bis ins 20.Jahrhundert war er an allen europäischen Fürstenhöfen zugegen. Der Mops war ein Luxusgeschöpf, zierte Gemälde, Wandteppiche und stand Modell für Porzellanfigürchen. Dadurch zählt der Mops auch heute noch zu den wohl am meisten abgebildeten Hunden.

Einen richtigen Aufschwung erlebte die Rasse im 17. Jahrhundert, als die "Chinoiserie" Mode wurde. Aus dieser Zeit sind Unmengen von Mopsfiguren (überwiegend Porzellan) erhalten. Später wurde der Mops das Symbol des "Mopsordens", der sich aus dem Freimaurerorden entwickelte, nachdem Papst Clemens XII. 1738 die Freimaurer exkommuniziert hatte. Auch hier sind zahlreiche Abbildungen und Figuren von Möpsen erhalten, die uns Einblick in die phänotypische Entwicklung der Rasse geben.

Allerdings brachte dem Mops seine Beliebtheit bei Hofe auch einen sehr negativen Ruf ein, galt er als verhätschelt, dumm, träge und faul – als Schoßhündchen, dessen einzige Bestimmung es sei, von alten Damen mit Süßigkeiten gefüttert zu werden. So verschwand der Mops beinahe, doch der englische Adel sorgte für sein Fortbestehen.

In der heutigen Zeit ist der Mops ein Hund für jedermann. Den bis zu 32 Zentimetern Schulterhöhe großen Mops, mit seinem faltigen Kopf, mit seiner kurzen, stumpfen Schnauze und seinem über dem Rücken getragenen Ringelschwanz gibt es in den Farben hellfalb, silber, apricot und schwarz. Im Gegensatz zu den meisten vom Menschen gezüchteten Rassen, ist der Mops kein Hund, der irgendeine Aufgabe erfüllt. Seine primäre Qualität besteht im Zusammenleben mit dem Menschen. Er passt sich sehr gut an diesen an, ist niemals aggressiv, immer guter Laune und ein perfekter Spielpartner für Kinder. Er möchte immer bei seinem Besitzer sein, so dass man ihn fast als Mitläufer bezeichnen, denn er verfolgt sein Frauchen oder Herrchen auf Schritt und Tritt. Verantwortungsvolle Besitzer nutzen das im Sinne des Hundes aus und verschaffen ihm auf diese Weise durch regelmäßige Spaziergänge ausreichend Bewegung. Denn sonst wird er aufgrund seines immensen Appetits tatsächlich immer moppeliger.

Loriot hat einmal gesagt:“ Ein Leben ohne Mops ist möglich, aber nicht sinnvoll!“ Zu dieser Meinung sind wohl auch viele Hundeliebhaber gekommen, denn die aktuelle Welpenstatistik des Verbands für das Deutsche Hundewesen (VDH) zeigt, dass im vergangenen Jahr 367 Welpen erfasst wurden und außerhalb der Züchterstatistik wahrscheinlich noch mehr zu verzeichnen sind. Im Vergleich zu 1992, wo gerade 83 Möpse erfasst wurden ein enormer Sprung. Bleibt jedoch die Hoffnung, dass der Mops nicht zur Modeerscheinung wird. Zeigte sich schon an vielen Rassen, dass dies einer Rasse nie gut tut.

Weiter Informationen zum Thema Mops finden Sie im Internet unter:
www.mopsclub.de und www.kleinhunde.de

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