Nur ein kurzer Augenblick

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Meine Fortschritte mit Lilli und ihrem veränderten Verhalten gaben mir einen gewissen Grad an Ruhe zurück und unsere Spaziergänge wurden immer entspannter.Auf einem jener Läufe durch unsere Heide, trafen wir zwei PON-Rüden, die wir aus der Hundeschule Glanz kennen.

Schroeder freute sich wie wild und der kleine PON-Jungrüde wollte mal ein wenig ausesten, wie weit er bei ihm gehen kann. Schroeder ließ sich eine Weile von ihm traktieren und schnappte sich das kleine Großmaul danach kurzerhand und legte sich auf ihn! Beide Jungrüden gingen souverän mit der Situation um und nach wenigen Sekunden war die Sache unter den beiden pubertierenden Rüden geklärt.

Dem kleinen PON reichte dies aber noch nicht und er meinte den gleichen Zirkus bei Lilli durchführen zu müssen. Das war für Lilli ein gefundenes Fressen und für mich eine äußerst brenzlige Situation. Zweifel kamen auf, ob ich Lilli abrufen könnte. Als der Kleine über die Stränge schlug, wollte sich meine Dame mit voller Kraft voraus auf ihn stürzen und ich rief sie ab…..welch ein Erfolg! Lilli kam gehorsam zu mir und ich fing an sie überschwänglich zu loben. Tja, leider fühlte sich Schroeder auch angesprochen und kam im Schweinsgalopp angerannt und setzte zum Sprung an. Da ich dies im Augenwinkel sah, wich ich aus und gab leider Gottes die Bahn auf Lilli frei. Unser 30kg Maremmano konnte nicht mehr ausweichen und fiel mit seinem ganzen Gewicht auf Lilli und begrub sie unter sich.

Mir wurde ganz schlecht, denn Lilli schrie enorm auf und konnte zuerst nicht aufstehen. Nur einen kurzen Augenblick nicht aufgepasst und schon war es passiert. Nach gutem Zureden stand Lilli wieder auf und kam auf mich zu, mit ihrem rechten Hinterbein trat sie nicht auf. Ich kann die Empfindungen in diesem Moment nicht wiedergeben, denn das Wissen ihrer kaputten Hüfte und dem Knie und den Problemen im letzten Jahr, ließen sehr beunruhigende Gedanken hervor kriechen.

Nach einem kurzen Stück, schien Lilli sich wieder eingelaufen zu haben und ich ließ ihr wieder freien Lauf, um dies zu beobachten.
Der kleine PON wollte nun recht dreist hinten bei ihr schnuppern und erlebte nun sein blaues Wunder. Offenbar wollte Lilli aus Schmerz nun nicht mehr, dass ihr hinten jemand herumschnuppert, denn kurz darauf bekam auch der ältere PON einen drüber von ihr.

Immer noch geschockt und mit einer guten Portion Sorge im Nacken ging ich mit meinen beiden Hunden Nachhause.

Wie es weiterging? Ein wenig Geduld, ich berichte weiter ;o)

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