Elchhunde

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In undurchdringlichen Wäldern Norwegens und Schwedens verfolgen die Elchhunde den Elch und stellen ihn. Auch außerhalb Skandinaviens weiß man seinen Jagdtrieb zu schätzen.

Elchhunde nehmen auf Grund ihrer bis zu den Wikingern zurückzuführenden Geschichte und ihrer Spezialisierung für die Elchjagd, eine besondere Stellung ein. Sie beeindrucken gleichermaßen durch ihren Charakter wie auch durch ihre äußere Erscheinung. Elchhunde sind menschenfreundlich, besonders lieb zu Kindern, ausgeglichen und nicht aggressiv gegenüber ihren Artgenossen. Respektiert man ihre rassetypische Eigenständigkeit, dann bereitet ihre Erziehung keine besonderen Schwierigkeiten. Allerdings benötigen sie, wie alle nordischen Rassen, eine konsequente Erziehung und Führung. Sie brauchen viel Beschäftigung und Bewegung und können sich durchaus zu sehr guten Begleithunden entwickeln. Sie bewachen instinktiv ihre Familie sowie das Haus und den Hof, allerdings ohne als Kläffer lästig aufzufallen.

Elchhunde sind ausdauernde, schnelle und selbständig arbeitende Jagdhelfer. Besonders bei nicht ausgelasteten Hunden kann der ausgeprägte Jagdtrieb Probleme bereiten. Daher sollte man sich vor der Anschaffung eines solchen Hundes genau überlegen, ob man diesem Tier überhaupt gerecht wird. Elchhunde werden bei der FCI in der Gruppe 5 "Spitze und Hunde vom Urtyp" in der Sektion 2 "Nordische Jagdhunde" geführt und dort findet man im engeren Sinne drei Rassen, die als Elchhunde bezeichnet werden:

• Norwegischer Elchhund grau
• Norwegischer Elchhund schwarz
• Jämthund

Norwegischer Elchhund grau, FCI-Nr.242

Er ist Norwegens Nationalhund und die von den Elchhunden am weitesten verbreitete Rasse, auch außerhalb Skandinaviens. Insbesondere erfreut er sich in den USA, Großbritannien und den Niederlanden großer Beliebtheit. Mit weniger als einhundert Exemplaren ist er in der Bundesrepublik Deutschland sehr schwach vertreten. In den Vereinigten Staaten wird er meistens als Jagdhund gehalten, wobei die Hunde besonders auf großes Raubwild wie Luchs und Bär und auf der Stöberjagd nach Waschbären geführt werden.

Rüden können eine Widerristhöhe von 52 cm und Hündinnen 49 cm erreichen. Der Körperbau ist durch einen verhältnismäßig kurzen Rücken und einen breiten, tiefen Brustkorb quadratisch kompakt, das heißt er hat. Seine Fellfarbe ist grau, wobei die Brust, der Bauch und die Läufe von hellerer Farbe und die Ohren und Maske (Gesicht) sind.

Norwegischer Elchhund schwarz, FCI-Nr.268

Selbst in seiner Heimat Norwegen war dieser Elchhund ein seltener Genosse, obwohl bereits seit 1877 als Rasse anerkannt. In früheren Zeiten war er auch unter den Namen Finnmarkshund oder Bärenhund (Bjernhund) bekannt. Erst in den letzten Jahren erfreut er sich in seinem Heimatland wieder größerer Beliebtheit. In seinen Wesens- und Charaktereigenschaften ist er dem grauen Elchhund ähnlich, allerdings gilt er als furchtloser, energischer und flinker Jäger. Besonders bei der Elchjagd in den gebirgigen Landesteilen hat er sich wegen seiner größeren Leichtigkeit bewährt.

Er ist im Vergleich zu seinem grauen Pendant beweglicher, etwas hochläufiger, leichter, drahtiger und schneller. Die ideale Widerristhöhe für Rüden beträgt 47 cm, für Hündinnen 44cm. Sein Fell strahlt in einem glänzenden Schwarz. Nur an der Brust, an den Vorderläufen und den Pfoten ist etwas Weiß erlaubt, ansonsten ist dieser Elchhundvertreter von reiner schwarzer Farbe.

Jämthund, FCI-Nr.42

Der schwedische Elchhund ist der größte nordische Jagdhund und wird in seinem Heimatland Schweden als Jagdgebrauchshund gehalten. So erreichen die Rüden eine Schulterhöhe von 58-63 cm und die Hündinnen von 53-58 cm und wirken auch in ihrer Gesamterscheinung mächtiger als die norwegischen Vertreter. In seinem Wesen gilt der Jämthund als furchtlos und energisch, aber auch als ruhiger und überlegter, selbstständiger Jäger.

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