Hunderassen – Jedem das Seine!
Bei der Wahl der Rasse sollten sie nicht nur nach dem Aussehen des Hundes gehen.
Wie schon bei der Wahl der Felllänge sollten Sie auch bei der Wahl der Rasse nicht nach dem Aussehen des Hundes gehen, sondern sich im Vorfeld ausgiebig über die von Ihnen bevorzugte Rasse (Charakter- eigenschaften, Haltungsbedingungen, Vorlieben) informieren. Jede einzelne Hunderasse hat ihre eigenen Eigenschaften und Anforderungen, denen man als neuer Besitzer auch gerecht werden muss, damit das Zusammenleben zwischen Mensch und Hund auch funktioniert und Spaß macht.
Wenn Sie ein Mensch sind, der es lieber beschaulich und ruhig mag, dann passt ein junger, hektischer, aktiver Hund kaum zu Ihnen. Sehr gut eignen sich: Malteser, Lhasa Apso, Shih Tzu, Cavalier King Charles Spaniel, Pudel, Mops, Pekingese, Löwchen, Boston Terrier, Dackel, Yorkshire Terrier, Bichon frisé. Obwohl auch Vertreter dieser Rassen richtige Feger sein können!
Zu den aktiven Vierbeinern gehören alle von Natur aus lauffreudigen und arbeitswilligen Rassen wie Border Collie, Australian Shepherd, alle Windhundrassen, Jagdhundrassen, Jack Russell Terrier.
Jede Rasse hat ihre typischen Eigenschaften
In ihrem Ursprung verfügt jede einzelne Hunderasse über bestimmte Veranlagungen, die auf die ursprüngliche Zielsetzung der Züchter einer Rasse zurückgehen. Mittlerweile gibt es über 350 anerkannte Hunderassen, die bei der FCI (Federation Cynologique Internationale) verzeichnet sind.
Insgesamt gibt es zehn Gruppen:
- Hüte- und Treibhunde ("Schäferhunde"),
- Haus- & Hofhunde wie Pinscher, Schnauzer, doggenartige wie Dogge, Boxer & Mastiff,
- Terrier,
- Dachshunde,
- Spitze und Hunde vom Urtyp (dazu gehören auch Schlittenhunde),
- Lauf- und Schweißhunde,
- Vorstehhunde,
- Apportier-, Stöber- und Wasserhunde,
- Gesellschafts- und Begleithunde,
- Windhunde.
Diese über Jahrzehnte angezüchteten Eigenschaften lassen sich nicht einfach wegerziehen. Es erweist sich daher zum Vorteil, wenn man seinem Hund ein Betätigungsfeld ermöglicht, das seinem angezüchteten Verhaltensrepertoire möglichst nahe kommt.
Oftmals ist aber gerade dies nicht möglich und in einem solchen Falle sollte man sich als Hundehalter zumindest bewusst machen, für welchen Zweck der Hund eigentlich gezüchtet wurde und somit keine falschen oder überzogenen Anforderungen an ihn stellen. So bleibt beispielsweise ein Weimaraner nun einmal ein eingefleischter Jagdhund, von dem man schlecht erwarten kann, dass er ohne Leine in aller Ruhe durch den Wald läuft und flüchtendes Wild schlechthin ignoriert. Fatal könnte auch die Annahme enden, dass ein Border Collie ausreichend Beschäftigung hat, wenn er zweimal am Tag für zehn Minuten in den Garten darf.
Und natürlich hat zwar jede Rasse ihre rassespezifischen Eigenarten, aber dennoch ist jeder Hund ein Individuum. Das heißt, dass es selbst innerhalb einer Rasse große charakterliche Unterschiede geben kann.
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