Der Australian Silky Terrier
In ihm schlummert das Erbe mehrerer Kleinterrier über Jahrzehnte hinweg eingekreuzt, aber das Ergebnis kann sich sehen lassen. Einen kleinen Charakterhund aus Down Under - Australien.
Herkunft:
Wie man unschwer erahnen kann, stammt der Australian Silky Terrier stammt aus Australien. Zu Beginn des 19. Jahrhunderts siedelten sich englische und schottische Auswanderer in Australien an. Viele von ihnen hatten trotz der langen Überfahrt ihre Haustiere, darunter unter anderem auch Hunde, mitgenommen. Sie besiedelten das Land, welches einst als Strafkolonie diente, suchten dort ihr Glück als Farmer, Goldsucher oder Minenarbeiter.
Bei ihren Hunden legten die Siedler Wert auf Wachsamkeit, Mut und Raubzeugschärfe. Sie sollten den bescheidenen Besitz ihrer Menschen gegen Ratten, Mäuse und Schlangen verteidigen. Um dieses Ziel zu erreichen wurden unterschiedliche Arten der Terrier miteinander gekreuzt. Erst zu einem späteren Zeitpunkt kam der Wunsch bei den Züchtern auf, bestimmte Exemplare herauszuzüchten. So entstand zunächst der Australian Terrier, mit einem rauhaarigen Fell in den Farben Blue-and-Tan und Rot (blue entspricht graublau).Um genau diese beliebte Blue-and-Tan-Färbung zu intensivieren wurden Yorkshire Terrier in der Zucht eingekreuzt. Das führte dazu, dass in der Zucht auch Tiere mit seidig langem Fell vorkamen, für den Australian Terrier aber waren nur die rauhaarigen Welpen interessant. Leider verliert sich hier die Spur und es nirgends überliefert, ob der Australian Silky Terrier eine bewusst geplante Rasse war oder ein reines Zufalls-Produkt. Allerdings steht fest, dass der Australian Terrier und der Australian Silky Terrier ihren Ursprung in Tasmanien haben. Dort wurden schon Anfang des 19. Jahrhunderts blau-lohfarbene, rauhaarige Terrier von ca. 4kg Gewicht als gute Wachhunde geschätzt.
Um das Jahr 1820 wurde eine dieser frühen blau-lohfarbenen Hündinnen nach England gebracht und mit einem Dandie Dinmont Terrier verpaart. Aus dieser Verpaarung entstanden Nachfahren mit dem seidigen Schopf des Rüden und dessen Rückenlänge, ebenso die Veranlagung zu gewölbter Rückenlinie und hochstehender Hinterhand, die man noch heute finden kann. Auch Skye Terrier wurden eingekreuzt. Ein Mr. McArthur Little züchtete aus diesen Nachfahren einen Terriertyp mit feinem seidigen Fell und stahlblauem Fell. Als er in die Nähe von Sydney, Australien auswanderte, setzte er sein Zuchtexperiment fort und soll somit die Stammeltern des Silky Terrier gezüchtet haben.
Sein erstes Auftreten auf Ausstellungen war im Jahre 1872 auf der 2. Melbourne Royal Show. Obwohl der Standard des kleinen Terriers schon um 1900 festgelegt wurde, erfolgte die Anerkennung der Rasse erst 1959.
Aussehen:
Der Standard des Australian Silky Terrier gibt eine Schulterhöhe von 23 cm vor, aber die meisten Silkies liegen darüber. Der Trend geht aufwärts, dementsprechend liegt das Gewicht nicht mehr ganz bei 3,5 bis 4,5 kg. Die Fellfarbe des kleinen Terriers nennt sich blue-and-tan, das mit einfachen Worten für den Laien dunkles Silber bis Antrazith (blue) und helles rötliches braun (tan/ loh) bedeutet. Welpen kommen in einer black-and-tan Färbung zur Welt, aber das Fell färbt sich mit der Zeit in die gewünschte Färbung um. Das Fellkleid ist glatt sein, kommt aber auch häufig gewellt vor und fühlt sich seidig (silky) an. Es bedarf aber auch intensiver und regelmäßiger Fellpflege.
Das Erscheinungsbild des Australian Silky Terrier ist kompakt, mäßig niedrig von mittlerer Länge.
Wesen:
Der Australian Silky Terrier ist ein fröhlich und unkomplizierter Begleithund, der sich lebhaft und sehr wachsam zeigt. Trotz seines seidigen Aussehens ist der kleine Terrier kein Schoßhund und wird laut Standard auch heute noch zur Rattenjagd eingesetzt. Seine Leidenschaft ist das Jagen und so kann es vorkommen, dass er seine Besitzer fetter Beute erfreuen wird.
Der Silky braucht unbedingt Familienanschluss und ist laut Züchterangabe der optimale Kinder-Hund. Spricht zum einen seine geringe Größe schon dafür, so ist ein weiterer Pluspunkt seine Geduld. Trotz des enormen Temperaments haben diese Terrier einfach die Ruhe weg, was im Umgang mit Kindern unabdingbar ist.
Bei entsprechendem Auslauf und Bewegung ist dieser kleine Terrier ein idealer Wohnungshund.
Weitere Infos: Klub für Terrier e.V.
http://www.kft-online.de
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