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Gefahr in Tümpeln und Pfützen

 

Welcher Hund stand nicht schon einmal mit allen vier Pfoten in einem dreckigen Tümpel und nahm mit sichtlichem Genuss Wasser daraus auf? Das ist eine Chance, die sich ein tierischer Einzeller nicht nehmen lässt und es sich im Darm des Hundes gemütlich macht.

Giardia ist der Erreger der Giardiasis, welche zu einer Schädigung der Darmschleimhaut und damit zu Durchfall führt. Das befallene Tier leidet unter heftigen Durchfällen, die schleimiger Konsistenz und unter Umständen auch blutig sein können. Zudem kann das Tier unter Erbrechen und Fieber leiden. Giardien sind mikroskopisch kleine Dünndarm-Parasiten, die wie die Kokzidien, zu den Protozoen (tierische Einzeller) gehören. Sie kommen weltweit bei Säugetieren, aber auch bei Amphibien, Reptilien und Vögeln vor. Bei Giardien handelt es sich um einen sogenannten Zoonoseerreger, was soviel heißt, dass dieser Erreger von dem befallenen Tier auf den Menschen übertragen werden kann.

Nach einer Ansteckung vermehren sich die die Parasiten im Darm sehr schnell. Giardien kommen in einer aktiven und einer ruhenden Form vor. Die ruhende Form wird als Zyste bezeichnet und eine Infektion wird schon durch die Aufnahme von 10 Zysten ausgelöst, wohingegen die aktive Form (Trophozoid) nicht infektiös ist. Die Zysten werden über den Kot des Wirts ausgeschieden und können auch bei Kälte und Feuchtigkeit monatelang überleben. In feuchten Böden bleiben sie bis zu sieben Wochen infektiös, in kühlem Wasser (4 °C) bis zu drei Monaten. Ein Giardienbefall muss auf alle Fälle medikamentös behandelt werden, der behandelnde Tierarzt wird Sie dahingehend aufklären und beraten.

Neben den Medikamenten müssen aufgrund der hohen Ansteckungsgefahr besondere Hygienemaßnahmen beachtet werden, wie beispielsweise dem Desinfizieren der Schlafstätten, bei Katzen muss die Katzentoilette nach jedem Gang desinfiziert werden. Bei mehreren Tieren im Haushalt sollte jedes prophylaktisch mit behandelt werden, da die Ansteckungsgefahr sehr groß ist. Viele Menschen und Tiere beherbergen Giardien im Darm, ohne sich krank zu fühlen. Trotzdem scheiden sie den Parasiten mit ihrem Stuhl aus.

Obwohl Giardien zu den Zoonosen zählen, ist die häufigste Übertragungsart von Mensch zu Mensch und von Hund zu Hund.

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