Gefahr am Wegesrand Bärenklau
Seine Blätter haben eine entfernte ähnlichkeit mit dem des Rhabarbers und er wuchert an vielen Wegesrändern, der Bärenklau auch als Herkulesstaude bekannt.
Sein Pflanzensaft beinhaltet Furocumarine und diese können bei Menschen und Tieren fatale Hautreaktionen auslösen. Furocumarine sind phototoxische Substanzen, die UV-Licht absorbieren und mit der daraus gewonnen Energie chemische Reaktionen auslösen.
Bei Hautkontakt mit dem Pflanzensaft des Riesen-Bärenklau (Heracleum mantegazzianum) bzw. Herkulesstaude und Wiesenbärenklau (Heracleum sphondylium), kommt es unter Sonnenlichteinwirkung zu verbrennungsähnliche Rötung, Schwellung und Blasenbildung der Haut und anschließender Wiesendermatitis (Haarverlust). Besonders gefährdet sind wenig behaarte und unpigmentierte Körperpartien, wie Kopf und Bauch. Bei Hautkontakt sollte die Haut gründlich abgewaschen und vor der Sonne werden. Bereits entstandene Hautrötungen sollten wie Verbrennungen behandelt werden. Die Ausheilung der Hautveränderungen ist langwierig und oftmals bleiben Narben und Pigmentveränderungen zurück. Sollte das Tier Pflanzenteile aufgenommen haben und diese durch das Verdauungssystem aufgenommen werden, führt dies zu überempfindlichkeit der Haut gegen Sonnenlicht, wobei noch Schwindel, übelkeit und Erbrechen hinzukommen.
Bärenklau wurde im 19. Jahrhundert als Ziergewächs aus Asien nach Europa importiert. Diese bis zu drei Meter hoch werdenden Pflanzen wuchern mittlerweile vielerorts in der freien Natur und verdrängen einheimische Pflanzen.
Hundehalter sollten einen Bogen um diese Pflanzen machen!
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