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Irish Wolfhound - Der größte Hund der Welt

von: Jennifer Overmeier

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Irish Wolfhound - Der größte Hund der Welt
Der sanftmütige Riese kann schon im Welpenalter 36 kg auf die Waage bringen und erreicht im Erwachsenalter eine Schulterhöhe von 86 cm.

Geschichte:
Wie schon sein Name sagt, wurde der Irische Wolfshund ursprünglich zur Wolfjagd eingesetzt. Seine Geschichte geht zurück bis zu den Kelten und findet auch in den Schriften der alten Römer Beachtung - kämpften diese Tiere sogar im Kolosseum gegen Löwen. Symnachus schrieb im Jahr 391:"Vor ihm zitterte ganz Rom..." Auch Christoph Kolumbus machte sich die imposante Erscheinung zu Nutzen, nahm er sie zum Schutz vor Eingeborenen mit nach Panama. Diese ergriffen sofort die Flucht, wenn einer dieser imposanten Hunde mit gebleckten Zähnen vor ihnen stand.

Im 19.Jahrhundert waren in Irland sämtliche Wölfe ausgerottet, der Jagdhund an sich fand keinen Gebrauch mehr - so wurde die Rasse fast ausgerottet. Captain Graham schuf ab 1860 mit Hilfe noch vorhandener wolfhoundblütiger Hunde (Deerhound, Barsoi, Deutsche Dogge) den uns heute bekannten Irish Wolfhound. Er wurde im späten 19.Jahrhundert als Wachhund sowie als Jagdhund auf Hirsch, Dammwild, Wildschwein und Kojote eingesetzt. Der Irish Wolfhound war stets beim Adel beliebt und so ist es nicht verwunderlich, dass er den Status des irischen Nationalhundes eingenommen hat.

Erscheinungsbild:
Auffällig bei dieser Rasse ist der Körperbau, da sein stämmiger Körper länger als hoch ist. Der Kopf ist recht lang, mit einer leicht erhöhten Stirn, kleinen Ohren, seine Augen sind eng zusammenstehend und dunkel. Seine Schnauze ist lang, aber nicht allzu spitz. Das Gebiß des Wolfhundes verfügt über starke Zähne, entweder mit Scherenbiss oder Reibebiss.

Sein Fell ist rau und hart, hat fast schon etwas Drahtiges an sich und ist im Bereich der Augen und des Unterkiefers recht lang. Die Fellfarben variieren von grau, getigert, rot, schwarz, rehbraun bis hin zu weiß.

Wesen:
Von Natur aus ist der Irische Wolfshund ein sehr ruhiger Hund und bellt sehr wenig. Das läßt ihn als Wachhund unbrauchbar erscheinen, aber allein seine Größe schreckt Eindringlinge ab. Unverkennbar geblieben ist sein Windhunderbe und so kann er bei Spaziergängen ungeahntes Temperament und große Geschwindigkeit entwickeln, wenn Wild aufspringt. Sollte man sich Gedanken über die Anschaffung eines solchen Hundes machen, sollte man gerade diesen Punkt nicht unbeachtet lassen. Ebenso darf sein Platzbedürfnis nicht vergessen werden, er braucht Bewegungsraum im Haus und im eingezäunten Grundstück. Junghunde dürfen aufgrund ihres gewaltigen Wachstums auf keinen Fall überlastet werden, bis Muskel- und Knochenbau ausgereift sind und brauchen erstklassiges Futter.

Gesund aufgezogen, brauchen sie dann anschließend viel Bewegung, die sie bei ausgedehnten Spaziergängen bekommen sollten. Auch als Begleithund an Rad oder Pferd kann man seinen Bewegungsdrang stillen.

Der sensible Riese ist von Natur aus sanftmütig und besonders geduldig mit Kindern. Er braucht engen Familienkontakt. Allerdings ist diese Rasse nicht für unerfahrene Hundebesitzer und Interessenten sollten sich im Vorfeld ausführlich in der Literatur und beim Deutschen Windhundzucht- und Rennverband erkundigen.

Doch trotz aller Mühe und Fürsorge sollte der zukünftige Wolfhound-Besitzer wissen, dass die Lebenserwartung der Rasse wesentlich geringer ist als die der kleineren Windhunde.


 

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