Deutsche Dogge Die Hunderasse Deutsche Dogge ist eine der größten Hunderassen. Ihr Körperbau ist kräftig-elegant, möglichst quadratisch. Auf langem, kräftigem Hals sitzt ein langer, gut modellierter Kopf mit ausgeprägtem Stirnabsatz und von der Seite eckig erscheinender Schnauzenpartie. Die Ohren sind hoch angesetzt. Das Haar ist kurz, anliegend und glänzend. Die Deutsche Dogge ist gelbfarbig, gelb mit schwarzen Querstreifen (Stromung), schwarz, blau oder gefleckt. Die gefleckten oder Tigerdoggen/Diamantendogge haben auf weißer Grundfarbe schwarze, unregelmäßig zerrissen aussehende Flecken, gleichmäßig über den ganzen Körper verteilt. Sie sind nicht leicht zu züchten, denn ideal gezeichnete Tiere sind nicht reinerbig; nur 10% der Jungen sind gut gefleckt. Nicht zur Zucht verwendet, jedoch häufig anzutreffen sind auch Grautiger, die aus der Geflecktzucht stammen. Die graue Grundfarbe ersetzt die in der Gefleckzucht gewünschte weiße Grundfarbe. Diese "Fehlfarben" sind keine genetischen Fehler oder Zuchtfehler als solche sondern natürliche, jedoch zur Zucht in Deutschland nicht zugelassene Farben. Als Fehlfarbe werden auch gelbe Doggen mit weißen Flecken, blaue Doggen mit weißen Flecken oder Porzellantiger genannt. Fast weiße Doggen trifft man immer öfters an. Hier muß zwischen Plattenhunden oder spärlich gefleckten bis weißen Doggen unterschieden werden. Sehr helle Doggen sind oft taub. Herkunft und Geschichtliches Lückenlos und klar lässt sich die Geschichte der Deutschen Dogge vom Anfang des 16. Jahrhunderts an verfolgen. Damals wurden von England her starke, hochläufige Doggen eingeführt, die aus Kreuzungen des breiten Mastiffs mit dem großen irischen Wolfhound, stammten. Obwohl man seit Anfang des 17. Jahrhunderts ihre Zucht in Deutschland selbständig betrieb, hielt sich der Name "Englischer Hund" bis ins 19. Jahrhundert hinein. Als Bären-, Eber- und Hirschhunde wurden sie an Fürstenhöfen gehalten, wo die schönsten und stärksten als Kammerhunde mit vergoldetem Halsband neben dem Bett des Herrn, die Leibhunde mit silbernem Halsband vor der Tür des Schlafgemachs bleiben durften. Die übrige Meute hatte sich mit einfachen eisenbeschlagenen Halsbändern zu bescheiden. Alle aber waren zur Jagd gehaltene Gebrauchshunde, die den Kampftrieb und die Kraft des Mastiffs mit der Schnelligkeit und Gewandtheit des Windhundes verbanden und neben Wildschwein und Bär schnelle Hirsche zur Strecke brachten. Auch das gefährliche, starke Wild wurde damals ohne Gewehr, nur mit den Hunden und der blanken Waffe, gejagt. Die Namen "Saupacker" und "Hatzrüden" stammten von dieser Zeit. Zu ihrem eigenen Schutz trugen die Doggen Panzer aus dickgefüttertem Stoff, die mit Fischbeinstäben an der Bauchseite verstärkt waren. Um die Ohren vor Verletzungen zu bewahren, wurden sie den Hunden kurz gestutzt. Als die Jagdbräuche sich änderten und die Hetzjagden aufhörten, wurde die Dogge zum begehrten Liebhaberhund. Neue Namen, wie Ulmer Dogge, Dänische Dogge (englisch: Great Dane; französisch: Grand Danois), wurden gebräuchlich. Als schließlich 1863 und 1869 auf den ersten Hundeausstellungen in Hamburg die verschiedenen Doggen verglichen wurden, merkte man, daß sie alle zu einer einzigen Rasse gehörten. Als " Deutsche Dogge " wurden sie zum erstenmal 1878 in Berlin ausgestellt. Hier wurde auch ihre genaue Rassebeschreibung festgelegt, und 1888 wurde der Deutsche Doggenklub als einer der ersten Hundeklubs gegründet. Auch alle verschiedenen Namen wurden in den einzigen " Deutsche Dogge " zusammengefaßt. Die Dogge wurde so bekannt und beliebt, daß auf jeder Ausstellung über hundert Tiere gezeigt wurden. Wesen FCI-Standard Nr: 235 Patronat: Deutschland Klassifikation FCI: Gruppe 2 Pinscher und Schnauzer, Molossoide, Schweizer Sennenhunde und andere Rassen; Sektion 2.1 Molossoide, doggenartige Hunde Rassenamen laut FCI: Deutsche Dogge Widerristhöhe: Rüde mindestens 80 cm, Hündin mindestens 72 cm Gewicht: 50 bis 80 kg Hundezüchter der Hunderasse Deutsche Dogge finden Sie hier (C)Text und Bilder der o.g. Rassenbeschreibung sind Auszüge aus Artikeln der freien Enzyklopädie Wikipedia. Sie unterliegen der GNU Lizenz GNU Lizenz für freie Dokumentation. |