Aggressive Hunde

Hunden liegt es in der Natur, sich in eine Rangordnung einzufügen. Wer den höheren Rang innehat, darf zuerst ans Futter, nimmt sich den gemütlichsten Ruheplatz.

Eine festgelegte Hierarchie vermeidet Streit und Aggressionen und ist für einen Hund das normalste auf der Welt. Ist sein Rang jedoch nicht eindeutig geklärt, wird er unsicher und unzufrieden, schlimmstenfalls aggressiv und somit auch eine ständige Gefahr für seine Umwelt.

Er würde vermeintlich unter ihm stehende Personen anknurren oder beißen. In ihrer Familie muss ihrem Hund also klar sein, dass er am untersten Ende der Rangordnung steht.

Um ihm das beizubringen, sollten sie folgende Maßnahmen befolgen, damit sie einen Hund bekommen, der immer umgänglich und niemals aggressiv gegenüber Menschen sein wird.

Da beispielsweise der Rudelführer immer voran geht, sollte ihr Hund grundsätzlich immer als letzter durch eine Tür gehen und ins Auto einsteigen.

In einer Hundemeute beginnt nach der Jagd immer der Rudelführer als erster mit der Mahlzeit, danach folgen seine anderen Rudelmitglieder. Aus diesem Grund sollten sie ihren Hund grundsätzlich und ohne jede Ausnahme immer erst füttern, nachdem sie selber gegessen haben.

Da in der Meute der Rudelführer bestimmt, wo es langgeht und ihm dabei keiner in den Weg kommen darf, muss ihr Hund aufstehen und beiseite gehen, wenn ein Mensch seinen Weg kreuzt.

In der Hundemeute ist der Lagerplatz des Rudelführers für die Rangniedrigeren tabu, deshalb darf sich ihr Hund nicht auf eine menschliche Ruhestätte wie Bett, Sofa oder Sessel legen.

Damit ihr Hund auch nicht vergißt, wer in der Hierarchie über ihm steht, sollte sich jedes Mitglied ihrer Familie gelegentlich für einen kurzen Zeitraum auf den Lagerplatz des Hundes setzen oder stellen.

Da ein Hund nur von ranghöheren Rudelmitgliedern angenehme, wohlwollende Berührungen akzeptiert, sollte ausnahmslos jedes Mitglied ihrer Familie manchmal den Hund bürsten und kämmen.

Nur ein Rudelmitglied, dass im Rang höher steht, darf sich am Futter ihres Hundes vergreifen. Dies ist für einen Hund das stärkste Symbol für die Überlegenheit des andern.

Darauf sollten sie als “Ranghöhere” keinesfalls verzichten und deshalb dem Hund gelegentlich die Futterschüssel wegnehmen, um sie beispielsweise wieder zu füllen.

Falls ihr Hund noch nicht daran gewöhnt ist, kann es sein, dass er bei den letzten drei Maßnahmen mit Knurren oder Schnappen reagiert.

Darum sollten bei Kindern oder älteren Personen immer Sie als die eindeutig ranghöchste Person zugegen sein, um gegebenenfalls rechtzeitig eingreifen zu können.


Verwandte Beiträge:
  • Sozialisation
  • Erziehung eines Welpen – 2. Teil
  • Ein Welpe kommt ins Haus – wie erziehe ich ihn richtig?
  • Die Entwicklung der Nerven
  • Leitfaden zur Sozialisation von Welpen II

  • Einen Kommentar schreiben

    Ihre Daten werden niemals an Andere weiter gegeben.
    Die Email-Adresse wird nicht angezeigt. Notwendige Felder sind so markiert: *

    *
    *