Skrupellose Pferdebetrügerin findet immer neue Opfer

Andrea Witt aus Heide hat ihr Pferd verloren. Das ist tragisch, aber umso tragischer sind die Umstände, unter denen das geschah.

Frau Witt besaß eine edle Stute, die „Gräfin” genannt wurde. Frau Witt hatte voller Vertrauen diese Stute Sabine K. aus Heide (Schleswig Holstein) als Beistellpferd anvertraut. Nach Ablauf der vereinbarten Probezeit beschloss Frau Witt, die Eigentumsurkunde für das Pferd und den entsprechenden Equidenpass an Sabine K. auszuhändigen.

Ein Schutzvertrag wurde abgeschlossen, um sicherzustellen, dass „Gräfin” nicht veräußert oder anderweitig verbracht werden durfte. Diese Regelung ist im allgemeinen üblich und in den meisten Fällen ausreichend für ein gutes Miteinander.

Andrea Witt berichtete den Kieler Nachrichten, dass jedoch ab Dezember 2007 kein Kontakt mehr zu Sabine K. möglich war. Auch das Pferd war verschwunden und ist bis heute nicht mehr aufgetaucht.

Frau Witt befürchtet, dass ihre Stute beim Schlachter gelandet ist, und genau das sollte durch den Schutzvertrag verhindert werden.

Dieser Fall gewinnt an Brisanz durch die Tatsache, dass Andrea Witt offenbar nicht die einzige Geschädigte ist. Inzwischen haben sich mehrere Besitzer gemeldet, deren Pferde auf ähnliche Weise abhanden kamen.

Beim Austausch auf der Homepage www.vermisste-pferde.com im Internet kamen immer mehr Fakten über Sabine K. ans Tageslicht. Sie trat auch als Sabine D. auf, verwendete aber auch andere Namen und ständig wechselnde Adressen bezüglich ihres Wohnortes und der Weiden.

Bekannt wurde, dass Sabine K. (oder wie auch immer) häufiger Anzeigen mit dem Titel „Suche einen Freund” aufgab, um Beistellpferde zu bekommen. Als regelrechte Lockvögel benutzte sie „Jesse”, „Derek” und „Dexter” – möglicherweise aber noch andere Pferde.

Verständlich, dass auch die Handy- und Telefonnummern und die Mailadresse von Sabine K. ständig wechselten.

Es ist bisher unklar, wie viele Pferdebesitzer durch diese skrupellose Frau tatsächlich betrogen wurden. Die Akten derer, die sich bisher gemeldet haben, werden gerichtlich bearbeitet durch die Staatsanwaltschaft in Itzehoe.

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