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Beim Senner, auch als Senner Pferd bezeichnet, handelt es sich um eine hochedle Warmblutpferderasse aus Deutschland, die im Typ des Anglo-Arabers steht und zu den ältesten bekannten Rassen in Deutschland überhaupt zählt.
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Seinen Namen verdankt dieser Rasse ihrer Herkunft aus der Senne, einem etwa ca. 250 km² umfassenden, urwüchsigen Heidegebiet in Ostwestfalen-Lippe.
Der Senner ist nur sehr gering verbreitet und wird sogar in der Roten Liste der Gesellschaft zur Erhaltung alter und gefährdeter Haustierrassen e.V. (GEH) als „extrem gefährdet“ eingestuft.
Senner erreichen ein Stockmaß von 158 cm bis 165 cm und kommen in allen Grundfarben vor. Sie wurden früher ursprünglich als Reit- und Fahrpferd gezüchtet; heute werden sie hauptsächlich im Spring- und Vielseitigkeitssport eingesetzt.
Der Senner ist temperamentvoll, leistungsfähig und genügsam.
Eine halbwilde Zucht hat ihn zudem hart, ausdauernd und sehr widerstandsfähig gegen sämtliche – auch extreme – Witterungseinflüsse werden lassen.
Bereits um das Jahr 1.160 wurden vom Lippischen Fürstenhaus wilde Pferde in der Senne schriftlich erwähnt. Der Urstamm des Senners soll von den Grafen zur Lippe aus den Kreuzzügen mitgebracht worden sein.
Nachdem der 30-jährige Krieg den Bestand beinahe komplett vernichtet hatte, wurde die Zucht durch die Grafen zur Lippe auf dem 1685 errichteten Jagdschloss Lopshorn wieder aufgebaut. Bis zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde dort die Zucht durchgeführt und kontrolliert. Die Pferde wurden zunächst ganzjährig halbwild in der Senne und dem Teutoburger Wald gehalten, bis man zu Beginn des 19. Jahrhunderts dazu überging, im Winter auf die Haltung im Freien zu verzichten.
Bis 1880 erfolgte die Zucht mit einem unvermischten Stutenstamm, die mit englischen und arabischen Vollbluthengsten, später auch mit Anglo-Arabern, gekreuzt wurden. Nachdem der Bestand immer mehr zurückging, wurde die Zucht 1946 vollständig aufgelöst.
Nur durch die beherzte Initiative von Privatleuten konnte der Senner vor dem Aussterben bewahrt und die Rasse neu belebt werden. Heute ist der Senner wieder im Westfälischen Pferdestammbuch registriert.
