Pferderassen: Muraközer

 pferdeportrait

(C) Helga Schmadel & pixelio.de

Der Muraközer, auch als Muraközer Kaltblut bekannt, ist ein mittelschweres Zugpferd aus Ungarn. Andere Bezeichnungen für die Rasse sind „Muraköser Pferd“, „Murakoz“, „Muraközi“ und „Murinsulaner“.

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Seinen Namen verdankt der Muraközer seinem ursprünglichen Zuchtgebiet, das in der Umgebung des Flusses Mura im Südwesten Ungarns liegt.

Er erreicht ein Stockmaß von 160 bis 162 cm und kommt meistens als Fuchs mit flachsfarbener Mähne und Schweif vor, aber auch Braune, Fuchs- und Braunschimmel sind recht häufig anzutreffen, Rappen und Schimmel dagegen sind eher selten.

Abzeichen am Kopf und den Beinen sind erlaubt und kommen auch recht häufig vor.

Der Muraközer hat ein ausgeglichenes, ruhiges Temperament und ist sehr freundlich im Umgang. Zudem zeichnet die Rasse sich durch einen ausgeprägten Einsatzwillen, Genügsamkeit, Ausdauer und Zuverlässigkeit aus. Eingesetzt wird der Muraközer hauptsächlich als Arbeitspferd in der Landwirtschaft und als Zugpferd.

Als gegen Ende des 19. Jahrhunderts ein großer Bedarf an schweren Arbeits- und Zugpferden bestand, kreuzten ungarische Bauern schwere einheimische Stuten mit französischen Percherons, süddeutschen Norikern, Ardennern und ungarischen Halbblütern.

Es entstanden zwei Schläge, in den Berggegenden der leichtere, aktivere und gängigere Pinkaföer/ Pinkafelder, an der Mura der schwerere und ruhigere Muraközer, der auch in der Armee eingesetzt wurde. Die große Nachfrage nach Arbeitspferden machte den Muraközer dermaßen beliebt, dass nach Beendigung des Ersten Weltkrieges rund 20% aller Pferde in Ungarn zu dieser Rasse gehörten und man in den 20er Jahren die einzige staatliche Kaltblutzucht Ungarns gründete.

Durch die großen Verluste während des Zweiten Weltkrieges war es notwendig geworden, die Rasse wieder neu aufzubauen. Es wurde ein spezielles Zuchtprogramm aufgelegt, um den Einfluss von fremdem Blut zu regeln. In den Jahren 1947 bis 1949 wurden deshalb mehr als 70 Ardenner-Hengste importiert, die dafür sorgten, dass sich die Rasse schnell erholte.


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