Pferderassen: Litauisches Kaltblut

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(C) Verena N & pixelio.de

Bei dem Litauischen Kaltblut, das häufig auch als Litauisches schweres Zugpferd bezeichnet wird, handelt es sich um eine Kaltblutpferderasse aus Litauen, die dort in fast allen Landesteilen gezüchtet wird.

Verbreitet ist die Rasse des Litauischen Kaltblutes in den baltischen Staaten, sowie in Russland und in einigen ehemaligen Sowjetrepubliken. Innerhalb der Rasse existieren zwei unterschiedliche schwere Schläge, wobei der leichtere Typ ein etwas schwächeres Fundament und einen geringeren Brustumfang aufweist und allgemein etwas drahtiger ist.

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Das Litauische Kaltblut erreicht ein Stockmaß von 152 cm bis 162 cm und kommt hauptsächlich als Fuchs und Brauner, aber auch als Rappen und Schimmel vor. Dabei bringt es zwischen 650 kg und 800 kg auf die Waage.

Ursprünglich wurde diese Rasse als Arbeits- und Zugpferd sowie für landwirtschaftliche Arbeiten eingesetzt. Da aber durch die fortschreitende Motorisierung in der Landwirtschaft der Bedarf an schweren Arbeitspferden immer stärker zurückging, liegt das heutige Zuchtziel hauptsächlich in der Lieferung von Schlachtfohlen.

Das Litauische Kaltblut hat einen freundlichen und gutmütigen Charakter. Das Temperament ist sehr ruhig und ausgeglichen. Außerdem ist es sehr robust und pflegeleicht, erreicht ein hohes Alter und ist überdurchschnittlich fruchtbar, so dass es für den Besitzer sehr lohnenswert ist, mit diesen Pferden zu züchten.

Trotz seines Gewichtes hat das Litauische Kaltblut einen sehr beweglichen Gang. Dabei ist es sehr zugkräftig und leitungsfähig und daher hervorragend als Zugpferd in der Landwirtschaft und auf der Straße geeignet.

Grundlage des Litauischen Kaltbluts ist die einheimische Landrasse „Žemaitukas“, auch als „Zhmud-Pferd“ bekannt. Als in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts der Bedarf an schweren Arbeitspferden anstieg, kreuzte man Zhmud-Stuten mit Englischen Vollblütern, Arabern, Ardennern und Brabantern.

Zwischen 1923 und 1937 wurden zusätzlich zahlreiche Schweden-Ardenner importiert und die Kreuzung mit diesen stellte sich dann als ausschlaggebend für das heutige Erscheinungsbild des Litauischen Kaltbluts dar. 1963 wurde die Rasse dann als eigenständig anerkannt und registriert. Mittlerweile wird das Litauische Kaltblut nur noch rein gezogen.


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