Pferderassen: Französischer Traber

Bei dem französischen Traber, der in seiner Heimat „Trotteur Français“ genannt wird, handelt es sich um eine der ältesten Traberrassen weltweit. Seinen Ursprung hat diese Rasse in der Normandie, im Norden Frankreichs; verbreitet ist sie inzwischen allerdings weltweit.

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Der Französische Traber erreicht ein Stockmaß von 160 cm bis 168 cm, durch die verstärkte Zucht auf Leistung ist das äußere Erscheinungsbild allerdings nicht mehr einheitlich. Die Rasse kommt in allen Grundfarben vor, hauptsächlich trifft man Braune an, aber auch Füchse, Rappen und Schwarzbraune sind nicht selten.

Trotz seines Namens ist der Französische Traber ursprünglich nicht für den Trabrennsport gezüchtet worden, sondern er war zunächst für den Lasttransport vorgesehen. Er ist willig, mutig und zäh und zeichnet sich durch Leistungsbereitschaft, Ausdauer und Schnelligkeit aus.

Den Anforderungen entsprechend hat der Französische Traber einen hervorragenden Trab; in Schritt und Galopp zeigt er sich dagegen oft nur mittelmäßig. Auch zum Springen sind die Tiere oftmals gut geeignet.

Der Französische Traber wurde im 19. Jahrhundert in der Normandie entwickelt, indem man zunächst einheimische Stuten mit Englischen Trabern wie dem Norfolk-Traber sowie mit Englischen Voll- und Halbblütern kreuzte.

Der so entstandene Anglo-Normanne wurde dann im Laufe des Jahrhunderts durch eine strenge Selektion und Einkreuzung von Amerikanischen Standardbred weiter permanent verbessert. Da in Frankreich Trabrennen auch im Sattel stattfinden, sind die Französischen Traber etwas größer und kräftiger.

1922 wurde das Stutbuch eröffnet, seit 1937 ist es für alle nichtfranzösischen Pferde geschlossen. So sollte verhindert werden, dass die Rasse durch zu starke Einzucht des Standardbred vollkommen untergeht. Nur noch sorgfältig ausgesuchte Standardkreuzungen werden gelegentlich zugelassen.

Da heute lange Strecken von 4.000 Metern nicht mehr oft gelaufen werden, befindet sich der Französische Traber mittlerweile auf dem Rückzug, denn der amerikanische Standardbred ist auf den kurzen Sprintstrecken einfach schneller.

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