Pferderassen: der Lusitano

lusitano

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Der Lusitano erreicht ein Stockmaß von 155 bis 165 cm, dabei beträgt die Mindestgröße für Hengste 154 cm, Stuten müssen mindestens 152 cm Widerristhöhe aufweisen. Die Rasse kommt in allen Grundfarben vor, am häufigsten trifft man jedoch Schimmel, Dunkelbraune, Füchse und Palominos an.

Sehr beliebt sind auch die nur selten vorkommenden dunklen Mausfalben, Rappen und Cremelos.

Der Lusitano wird seit Jahrhunderten als leichtes Zug- oder als Reitpferd gezüchtet, aber auch als Kriegspferd und besonders als Stierkampfpferd setzte man ihn aufgrund seines Mutes sowie seiner Schnelligkeit und Wendigkeit ein. Heute verwendet man ihn hauptsächlich als Sportpferd in der Klassischen Dressur, beim Springen und in der Vielseitigkeit, als Kutschpferd sowie als Freizeitpferd und als Zirkus- und Showpferd.

Man nimmt an, dass der Lusitano auf das heute fast ausgestorbene Sorraiapferd zurückgeht und durch die Mauren vor allem Berberpferde, aber auch einige Araber eingekreuzt wurden.

Andere Quellen gehen jedoch davon aus, dass er wie der Alter Real ein Nachfahre des Andalusiers ist, zumal eine strikte Trennung zwischen den Rassen und die systematische Reinzucht erst seit der Anerkennung zu Beginn des 20. Jahrhunderts erfolgte.

Obwohl der Lusitano schon seit Jahrhunderten streng auf Charakter und Nervenstärke selektiert wurde, kümmert sich heute die portugiesische Zuchtkommission in Lissabon darum, die Reinheit und Qualität dieser alten Rasse sicherzustellen. Da man den Lusitano heute jedoch vermehrt als großrahmiges Sportpferd züchtet, gehen seine natürlichen Eigenschaften wie Balancegefühl und Wendigkeit immer mehr verloren.


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