
(C) Bredehorn Jens & pixelio.de
Beim Brumby handelt es sich um eine australische Wildpferderasse. Wie der amerikanische Mustang hat die Population ein sehr unterschiedliches Aussehen und kommt in allen Farben, auch als Schimmel oder Schecken, vor.
Anzeige: Tierversicherung für Hunde und Pferde hier abschliessen
Der Brumby erreicht ein Stockmaß von 130 cm bis 150 cm und ist schnell, wendig und sehr trittsicher. Zudem gilt er als ausdauernd und ist unempfindlich gegen Hitze und Wassermangel.
Die Herkunft des Namens konnte bisher nicht eindeutig geklärt werden. Meistens wird er auf den Sergeant James Brumby zurückgeführt, der 1804 von Australien nach Tasmanien auswanderte und dabei seine Pferde in Australien zurückließ. Andere Quellen behaupten, dass das „baroombie“, die Bezeichnung der australischen Ureinwohner für ein Pferd, der Namensgeber sei.
Auch das irische Wort für Hengstfohlen, „bromach“ sowie „Baramba“, der Name eines Flüsschens in Queensland, werden mit der Bezeichnung Brumby in Verbindung gebracht. Die Rugby-Mannschaft „Brumbies“ aus Canberra hat sich nach den Pferden benannt.
Die ersten Pferde kamen 1788 durch den englischen Marineoffizier Phillips auf den australischen Kontinent.
Der Goldrausch Mitte des 19. Jahrhunderts führte dazu, dass sehr viele verschiedene Rassen eingeführt wurden, z.B.
- Kap-Pferde aus Südafrika
- Timor-, Welsh-, Highland-
- Batak- und Manipur-Ponys
- Berber
- Perser
- Araber und Vollblüter.
Nach Beendigung des Goldrausches wurden diese Pferde freigelassen und verwilderten dann. Die extremen klimatischen Bedingungen führten dazu, dass sich nur die anpassungsfähigsten und intelligentesten Tiere vermehrten, so dass der Brumby sich zu einem widerstandsfähigen und sehr misstrauischen Pferd entwickelte.
Da sich die Tiere so rasch vermehrten, werden sie mittlerweile als Plage angesehen und man versucht, durch gezielte Abschussaktionen den Bestand in Grenzen zu halten. Nach Protesten von Tierschützern hat man mittlerweile ein eigenes Reservat für die Brumbies gegründet.
Nachdem die Rasse früher hauptsächlich als Nahrungslieferant genutzt wurde, versucht man heute vermehrt, eingefangene Brumbies zu zähmen und als Reit- und Arbeitspferd zu verwenden.
