Pferderassen: der Achal-Tekkiner

Der Achal-Tekkiner zählt aktuell zu den ältesten und elegantesten Pferderassen der Welt überhaupt. Seine Heimat ist der zentralasiatische Staat Turkmenistan, der am Kaspischen Meer liegt und im Süden an den Iran und Afghanistan, im Norden an Kasachstan und Usbekistan grenzt.

Den Namen verdankt er seinem Herkunftsgebiet, der Oasengruppe „Achal-Teke“ bzw. dem dort lebenden turkmenischen Nomadenstamm der „Tekke“.

Da es vom Achal-Tekkiner 19 unterschiedliche Hengstlinien und Schläge gibt, ist das äußere Erscheinungsbild der Rasse sehr uneinheitlich und kann daher nur grob definiert werden.

Das Stockmaß variiert von 145 cm bis 170 cm, die am häufigsten anzutreffenden Farben sind Braune, Füchse, Rappen und Schimmel, aber auch Falbe, Palomino, Smokey Black, Perlino, Isabellen, Buckskins und Cremello kommen vor. Allen gemeinsam ist ein seidiges Fell mit oftmals metallisch glänzenden Gold- oder Kupfertönen.

Auch heute noch liegt das Hauptzuchtgebiet für den Achal-Tekkiner in Turkmenistan und den angrenzenden Kaukasus-Staaten. Inzwischen wird diese Rasse aber auch in Europa, den USA und Kanada vermehrt und mit großer Begeisterung gezüchtet.

Der Achal-Tekkiner ist ein hochedles, elegantes Leitungspferd, das für alle Arten des Reitsports geeignet ist. In seiner Heimat wird er hauptsächlich als Rennpferd für besonders lange Strecken eingesetzt. Man hält die Tiere dort in Herden, die „Tabun“ genannt werden, ganzjährig im Freien.

Durch die extremen klimatischen Bedingungen im Wüsten- und Steppengebiet Turkmenistans hat der Achal -Tekkiner im Laufe der Jahrhunderte eine enorme hohe Widerstandsfähigkeit gegenüber Hitze, Trockenheit und Kälte entwickeln können. Er ist in der Lage, mit einer nur geringen Menge Wasser und Futter längere Zeit auszukommen und kann sogar größere Wüstengebiete ohne einen Tropfen Wasser durchqueren.

Nachweislich werden die Achal – Tekkkiner schon seit rund 3.000 Jahren in ihrer Heimat gezüchtet. Mit er Reinzucht begann man vor ca. 1000 Jahren; diese wurde sowohl durch die abgeschiedene Lage der asiatischen Hochebenen, aber auch durch strenge Selektion der Züchter positiv beeinflusst und kam der Rasse zugute.

Viele europäische Rassen wie etwa die Trakehner sind durch den Achal-Tekkiner veredelt worden. Auch bei einem der drei Gründerhengste des Englischen Vollblüters soll es sich um einen Achal-Tekkiner gehandelt haben.


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