Pferderassen: das Finnpferd

Das Finnpferd, auch als Finnisches Universal bezeichnet, ist ein muskulöses, gedrungenes Kaltblutpferd aus Finnland. Es handelt sich hier um die einzige ursprüngliche Pferderasse des Landes, die 1970 von der nationalen Zentralorganisation für Rennsport und Pferdezucht in Finnland (Hippos) in vier unterschiedliche Typen unterteilt wurde:

Da gibt es zunächst den leichten Kaltbluttraber (Juoksija), der immerhin rund drei Viertel des heutigen Bestandes ausmacht und als der schnellste Kaltbluttraber der Welt gilt.

 Außerdem gehört zu der Rasse Finnpferd ein vielseitiges Reitpferd (Ratsuhevonen), welches zahlenmäßig an zweiter Stelle liegt.

Der dritte Typ ist ein schweres kaltblütiges Zugpferd (Työhevonen) und der vierte und letzte Typ ein Kleinpferd (Pienhevonen), welches dem Ursprung der Rasse, dem „Finnischen Klepper“ entspricht.

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Das Finnpferd erreicht ein Stockmaß von 140 cm bis 163 cm, dabei darf das Kleinpferd eine Größe von 148 cm nicht überschreiten. Die Rasse kommt hauptsächlich als Fuchs vor, seltener sind Braune, Rappen und Falben anzutreffen. Typisch ist dabei das üppige, helle Langhaar.

Je nach Typ wird das Finnpferd bei Trabrennen, im Reitsport oder als Arbeits- und Zugpferd in der Landwirtschaft eingesetzt. Es zeichnet sich durch die Mischung der Kraft des Kaltblutes mit der Schnelligkeit und Wendigkeit kleinerer Pferde aus. Zudem gilt es als ruhig und ausgeglichen sowie leistungsbereit und ausdauernd.

Der Finnische Klepper, eine Urform des Hauspferdes, war früher im ganzen Ostseegebiet weit verbreitet. Obwohl schon enorm leistungsfähig und über viele Jahrhunderte nahezu unverändert, wurde der Klepper in der Mitte des 19. Jahrhunderts mit dem Norfolk Roadster, dem Russischen Kaltblut und dem heute ausgestorbenen Karelischen Kaltblut gekreuzt, um so das wenig ansprechende Erscheinungsbild zu verbessern.

Im Jahre 1907 wurde das Stutbuch gegründet und schon 1920 trennte man den schweren Zugpferdetyp vom leichteren Kaltbluttraber. Seit 1930 wird die Zucht streng leistungsmäßig durchgeführt, besonders beim Trabertyp legt man besonderen Wert auf Rennleistung.

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