Parasiten, die sich innerhalb eines Organismus aufhalten, werden Endoparasiten genannt. Die bei Pferden am meisten verbreiteten Endoparasiten sind die so genannten Palisadenwürmer. Man kennt sie auch unter Bezeichnung Blutwürmer oder Stronglyden.
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Man unterscheidet bei diesen Parasiten viele verschiedene Arten. Sie variieren hinsichtlich ihrer Größe und ihrer Wirkung auf die Gesundheit des befallenen Tieres.
So verursachen im Normalfall die größeren Würmer auch größeren Schaden im Organismus des Pferdes. Die Parasiten befallen vorzugsweise die inneren Organe, in denen sich dann ihre Larven entwickeln. Wenn diese dann zu fertigen Würmern ausgewachsen sind, nisten sie sich im Verdauungsbereich des Pferdes ein, wo sie sich an den Blutgefäßen festsaugen, dort ernähren und weiter wachsen.
Eine Form der Parasiten nennt sich Strongylus vulgaris. Hier entwickeln sich die Larven zunächst in der Dickdarmschleimhaut. Nach einiger Zeit dringen sie in die Blutgefäße des Darmes und verursachen dadurch gesundheitliche Beeinträchtigungen beim Pferd. Es kann zu verlangsamten Darmbewegungen und Koliken kommen; auch die Blutgefäße können sich verändern. Der Kreislauf bleibt ununterbrochen bestehen, denn die Larven entwickeln sich nach ca. sechs Monaten zu ausgewachsenen, fortpflanzungsfähigen Würmern und kehren als Blutsauger zurück in den Dickdarm.
Eine weitere Art der Parasiten findet man mit Strongylus edentatus. Bei dieser Art befallen die Larven die Leber des Pferdes, wo sie sich häuten. Danach bewegen sie sich in das Bauchfell. Wenn sie ausgewachsen und geschlechtsreif sind, halten sie sich vorzugsweise im Bereich des Dickdarmes und des Blinddarmes auf. Hier ist besonders die Schädigung der Leber gravierend, aber auch das Bauchfell kann unter dem Befall leiden.
Die größte Art der Würmer bildet Strongylus equin. Hier können die weiblichen Exemplare eine Länge von bis zu 5 cm erreichen! Auch diese Würmer durchlaufen die ersten Entwicklungsstadien in der Dickdarm- und Blinddarmschleimhaut, bevor sie durch die Darmwand in die Bauchhöhle und von dort in die Leber wandern. Ihre letzte Häutung erleben die Larven in der Bauchspeicheldrüse, um sich danach wieder im Dickdarm niederzulassen.
Bereits während des Larvenstadiums verursachen diese Parasiten negative Veränderungen in der Darmperistaltik der Pferde. Der Befall mit diesem Schmarotzer kann zu Koliken und starken Verdauungsbeschwerden führen. Die Pferde können das Futter nicht mehr richtig verdauen, werden kraftlos und können in schlimmeren Fällen sogar Fieber bekommen.
Obwohl die kleineren Parasiten zunächst nicht so viel Schaden anrichten, sind auch sie nicht ungefährlich für die betroffenen Pferde. Die kleinen Strongyliden ernähren sich bevorzugt von der Darmschleimhaut und sorgen für deren Abbau. Dies wiederum begünstigt die Entstehung von entzündlichen Geschwüren, die sich negativ auf den Gesundheitszustand des Pferdes auswirken.
