Pferde im Film: Fury

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(C) Anna G. & pixelio.de

In den späten 50-er Jahren eroberte eine amerikanische Fernsehserie das deutsche Fernsehprogramm und begeisterte wöchentlich die Zuschauer: Fury, das Pferd aus dem gleichnamigen Roman von Albert G. Miller war seinerzeit in den Vereinigten Staaten und in Deutschland ein großer Erfolg.

Fury bedeutet in der Übersetzung Furie, aber auch Wut – der namensgebende Autor wählte diesen Namen jedoch sicherlich, um damit die unbezähmbare Wildheit dieses stolzen Pferdes zu kennzeichnen.

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Ab 1955 wurde die Fernsehserie in den Vereinigten Staaten produziert, und zwar ausschließlich in schwarz-weiß. Bis 1960 wurden 114 Folgen gedreht, von denen 113 für das deutsche Fernsehen synchronisiert wurden.

In Deutschland kam Fury ab 1958 auf den Bildschirm, und der interessierte Zuschauer konnte allwöchentlich im 1. Programm (ARD) für ca. 25 Minuten die Abenteuer des schwarzen Hengstes verfolgen.

Wie in jeder Serie gibt es auch in Fury die feststehenden Hauptpersonen, die hier insgesamt 6 Charaktere umfassen: da ist zunächst der schwarze Hengst, Fury, der von einem amerikanischen Saddlebred dargestellt wird. Fury’s bester Freund ist Joey (gespielt von Robert Leroy), ein Waisenjunge von ca. 9 Jahren. Daneben spielt Peter Graves die Rolle des Jim Newton (Joeys Adoptivvater) und William Fawcett ist Darsteller des Pete Wilkey (Vormann der Ranch). Außerdem treten in den Folgen regelmäßig Rodney Jenkins – auch Pee Wee Jenkins genannt (gespielt von Jimmy Baird) und Homer Lambert, auch Packy genannt (gespielt von Roger Mobley) auf.

Lediglich die erste Folge der Serie wurde gemäß der Buchvorlage erstellt, alle anderen Folgen wurden von Drehbuchautoren speziell für die Fury-Serie geschrieben. Im Buch wird die Geschichte des kleinen Waisen Joey erzählt, der auf der Broken Wheel aufgenommen wird und dort unter die Obhut von Jim Newton (gespielt von Peter Graves) genommen wird. Joey ist der Einzige, der Zugang zu dem wilden Mustang Fury findet. Fury hat sich bislang von niemandem zähmen und reiten lassen, aber Joey gelingt das, und so werden der kleine Junge und das wilde Pferd die besten Freunde.

In den weiteren Folgen wird jeweils ein kleines Abenteuer von Joey und Fury erzählt, bei dem immer Fury eine besondere Rolle spielt. Das Pferd erweist sich als außerordentlich intelligent, und zeigt mitunter menschenähnliche Fähigkeiten – immer ist es der Held der Geschichte. Die Serie mit ihren 114 Folgen war ideal für die Unterhaltung der ganzen Familie, denn die geschilderten Probleme wurden immer gemäß den seinerzeit geltenden moralischen Ansprüchen gelöst.

Fury begeisterte das deutsche Publikum ab 1958. Bis zu Beginn der 60-er Jahre waren insgesamt 47 Folgen der amerikanischen Serie für das deutsche Fernsehen synchronisiert worden. Weitere Folgen gab es in Deutschland erst in den 80er Jahren; vorher liefen immer nur Wiederholungen der bereits bekannten Folgen.

Erst im Jahr 1987 wurden 39 für das deutsche Publikum völlig neue Folgen gezeigt, 1988 nahm man 27 weitere, synchronisierte Teile der Serie ins Programm. Auch der Vorspann zu Fury wurde 1988 geändert. Die Serie wurde sehr häufig wiederholt; die letzte Wiederholung gab es 1997. Da immer wieder vom Publikum nach der Fury-Serie gefragt wurde, ist seit 2007 auch eine DVD Sammlung (4 DVD’s) mit Furyfolgen erhältlich.


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