Fohlen: Spulwürmer, Parasiten & Co.

Häufig wird bei Fohlen ein Befall von Spülwürmern festgestellt.

Die Tiere kommen in ihrer direkten Umgebung im Stall und auf der Weide in Kontakt mit den Eiern dieser Parasiten.

Das Fohlen nimmt die Spulwurmeier durch Anknabbern oder Ablecken auf. Spulwurmeier haben eine klebrige Schale und haften hartnäckig an Gegenständen.

Häufig findet man sie an den Boxenwänden im Pferdestall. Die lästigen Spulwurmeier sind umweltresistent und überleben lange. Dabei bleiben sie über sehr lange Zeiträume infektiös.

Hat das Fohlen die Spulwurmeier erst einmal aufgenommen, kann es durch die Larven diese Wurmes zu erheblichen Schädigungen der Organe kommen. Oft verbleiben die dicken Spulwürmer im recht schmalen Dünndarm des Fohlens und erhöhen hier das Risiko für einen Darmverschluss oder einen Darmriss.

Äußerliches Anzeichen für einen Spulwurmbefall ist ein stumpfes, unansehnliches und struppiges Fell. Außerdem magern die betroffenen Tiere sehr schnell ab.

Auch der Befall mit Zwergfadenwürmern ist verbreitet. Dabei erfolgt die Infektion üblicherweise in der ersten Woche. Das Fohlen erhält die Zwergfadenwürmer über die Muttermilch. Typische Symptome, die dann meist in der 2. Lebenswoche auftreten, sind Durchfall und Husten, begleitet von Nasenausfluss.

Sobald der Pferdenachwuchs auf der Weide das Gras frisst, kommt das Risiko einer Infektion mit Bandwürmern und Strongyliden hinzu.

Um Erkrankungen durch diese Parasiten zu vermeiden, sollte das Fohlen im Alter von 6 – 8 Wochen eine Wurmkur erhalten, die dann innerhalb des ersten Lebensjahres alle 2 Monate wiederholt werden sollte.

Aufzucht eines Fohlens ohne Muttertier

In seltenen Fällen stirbt die Stute während oder nach der Geburt. Es kann auch vorkommen, dass eine Stute ihr Fohlen nicht annimmt – aus welchen Gründen auch immer.

Solche Fohlen zieht man in den ersten Lebenstagen mit Kolostralmilch auf, die durch Einfrieren konserviert wurde. So gewährleistet der Züchter, dass das Fohlen mit den wertvollen Antikörpern, die so wichtig für die Gesundheit des Fohlens sind, versorgt wird.

Nach einigen Tagen wird die Ernährung mit speziellem Milchaustauschfutter fortgesetzt.

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