Der Araber

Der Araber hat seinen Ursprung im zentralen Hochland Arabiens. Seit jeher genießt der Araber den Ruf eines edlen, reinrassigen Pferdes.

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(C) Katja Wolf und pixelio.de

Historiker gehen davon aus, dass seine Vorfahren Wildpferde aus prähistorischer Zeit waren. Felsmalereien, die in Libyen gefunden wurden und ca. 8.000 Jahre alt sind, zeugen von einer Pferderasse, die sehr starke Ähnlichkeiten mit dem heutigen Araber aufweist.

Schon 5.000 vor Christus gab es die Araberzucht auf der arabischen Halbinsel. In Europa gab es die ersten dieser Pferde um ca. 700 nach Christus, als die ersten Araber über Spanien hierher gelangten. Bis heute ist der Araber bekannt als Ursprung mehrerer Pferderassen.

Auch in unserer modernen Zeit noch gilt ein Araber als besonders edles Pferd von bestechender Eleganz. Die optische Erscheinung dieser Rasse beeindruckt sehr. Der Kopf ist trocken und hat ein meist gerades oder konkaves Profil (den sog. Araberknick). Die Augen sind recht groß, die Nüstern sehr weit geöffnet, die Ohren hochangesetzt und klein, dabei sichelförmig. Der Hals ist leicht geschwungen und sehnig.

Der Rumpf ist relativ kurz, aber sehr kräftig und endet in einem hoch angesetzten Schweif, der fast immer leicht aufgerichtet und stolz getragen wird. Die Hinterbeine zeigen sich elegant und gut bemuskelt, alle Gliedmaßen sind hart und zeigen deutlich die stark ausgebildeten Sehnen.

Die maximale Widerristhöhe beträgt 160 cm bei einem Hengst. Meist sind sie allerdings etwas kleiner – die Durchschnittsgröße beträgt ca. 147 cm. Araber gibt es in vielen unterschiedlichen Farben: Füchse, Rappen, Braune und Schimmel; Schecken kommen nicht vor. Ihr Fell ist kurzhaarig und sehr seidig, auch die Mähne ist seidig weich und besteht aus ganz glatten, dichten Haaren.

Araber beherrschen die drei Gangarten Schritt, Trab und Galopp, wobei sie immer sehr elegante Bewegungen zeigen. Im Trab wirken sie ungeheuer leicht und fast schwebend, im Galopp zeigen sie ihre so leicht wirkende Schnelligkeit und beweisen eine ungewöhnliche Ausdauer.

Obwohl die Araber in verschiedenen Ländern Verbreitung fanden und sich dort mit der Zeit die unterschiedlichsten Linien entwickelten, zählen immer noch die Tiere der Beduinen – Araber zu den berühmtesten ihrer Art. Man kennt sie als die originalen Araber, manchmal bezeichnet man sie auch als Elite-Araber.

Da die Beduinen Pferde benötigten, die große Widerstandsfähigkeiten gegen die extremen Witterungsschwankungen in der Wüste aufwiesen, gleichzeitig aber auch edel und anmutig aussehen sollten, betrieben sie eine sehr selektive Zucht. Man geht davon aus, dass diese strenge Zuchtauswahl bereits seit ca. 2000 Jahren durchgeführt wird. Die Beduinen bevorzugten immer solche Pferde, die neben Schönheit auch noch Mut, Intelligenz und große Ausdauer mitbrachten.

Religiöse Gründe spielten eine große Rolle bei der Zucht und Verbreitung der Araber. Bereits Mohammed hatte erkannt, wie wichtig diese unglaublich zähen Pferde für kriegerische Auseinandersetzungen waren. Er legte fest, dass seine Anhänger sich besonders aufmerksam der Zucht dieser Pferde widmen sollten.

Und tatsächlich erwiesen sich die Araber als kraftvolle und ausdauernde Reittiere, die wertvolle Dienste bei der Verbreitung des Islam leisteten. Besonders bei den Schlachten in Europa zeigte sich die große Überlegenheit der Araber gegenüber den schwerfälligen kontinentalen Streitrössern.

Nachdem die maurischen Stämme aus Spanien vertrieben wurden, nutzten die Spanier schnell die noch vorhandenen Bestände der Araber und kreuzten sie mit ihren einheimischen Rassen. So entstand der Andalusier.

Bis heute ist der Araber weltweit immer noch ungewöhnlich beliebt, und Zuchten für diese Rasse findet man auf allen Kontinenten.


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