Berühmte Pferde: Perdita II

Die Fuchsstute Perdita wurde 1881 in England geboren. Als 2-jährige hatte sie 2 Siege vorzuweisen, dennoch erkannte ihr Besitzer nicht das in ihr steckende Potential und verkaufte sie daher kurzentschlossen.

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Auch der neue Besitzer, David Falconer, wurde nicht so recht glücklich mit ihr. Obwohl sie einen starken Drang zu schnellem nach Vornelaufen hatte, reichte es zunächst nicht für weitere Siege mit diesem Pferd.

Später allerdings konnte sie immerhin bei 32 Starts insgesamt 5 Siege nach Hause bringen. Diese errang sie in den Chesterfield Nursery Stakes, dem Ayr Gold Cup, dem Liverpool Cup und – hier gab es gleich 2 mal einen Sieg – im Chesire Handicap.

Dies reichte jedoch auch nicht aus, um den Besitzer David Falconer zu überzeugen, und er beschloss daher, die Stute zu verkaufen.

Seinerzeit hatte längst der eigens für den Prince of Wales aktive general horse manager, John Potter, ein Auge auf das viel versprechende Pferd geworfen. Er sah sich das Pferd an, erkannte sehr schnell das Potential und die großartigen Möglichkeiten als Zuchtstute. Dennoch bemängelte er seine äußere Erscheinung (sicher auch, um den Preis zu drücken) und konnte Perdita II zu einem lächerlichen Preis von nur 900 Guineen für seinen Auftraggeber nach Hause bringen. Dem ehemaligen Besitzer Falconer war damals nicht klar, dass er damit ein ganzes Vermögen verschenkt hatte.

Wie dem auch sei – Perdita II gelangte so nach Sandringham, den Nachfolgegestüt des 1894 aufgelösten Hampton Court. Sandringham war ein Gestüt des Prince of Wales, und hier wurden die Pferde optimal versorgt und trainiert.

Sehr schnell erkannte man Perdita II’s Qualitäten als Zuchtstute und verpaarte sie nur mit den allerbesten Hengsten. Die Nachkommen aus diesen Verbindungen waren legendär. Vor allem ihre Verpaarungen mit St. Simon, aus der sowohl Persimmon (geb. 1883), Florizell II (geb. 1891) und Diamond Jubilee (geb. 1897) und Sandringham (geb. 1896) hervorgingen, waren unschlagbar und brachten ihrem Besitzer ungeahnte Summen ein.

Alleine der im Jahr 1891 geborene Florizell II gewann den Ascot Gold Cup, den Goodwood Cup sowie den Jockey Gold Cup – insgesamt trug er 11 erste Plätze nach Hause.

Der erfolgreichste ihrer Nachkommen war allerdings Persimmon. Er wurde 1883 geboren und war recht eigenwillig, wie alle Nachkommen aus den Verpaarungen mit St. Simon. Persimmon zeichnete sich durch ein ungewöhnliches Temperament aus und war alles andere als pflegeleicht. Sehr schnell stellte sich heruas, dass man mit ihm ein ausgezeichnetes Rennpferd hatte: in nur 3 Jahren bestritt er 9 Rennen, von denen er 7 gewann und 2 mal den zweiten Platz holte. Nach Beendigung seiner Karriere als Rennpferd im Jahr 1988 setzte man ihn als Deckhengst ein, wo er sehr erfolgreich war und für ausgezeichnete Nachkommen sorgte. So ist er der Vater der weltberühmten Sceptre, weitere bekannte Nachkommen sind die aus Deutschland stammende Stute Perfect Love und Pomegranate, die im Jahr 1907 vom dem Gestüt Schlenderhan erworben wurde.

Ein weiterer erfolgreicher Nachkomme von Perdita II war ihr Sohn Diamond Jubilee. Er war weitaus früher als ein Bruder Persimmon bereit für die schnellen Rennen, und gewann schon im Alter von nur 3 Jahren im Jahr 1900 das St. Leger und das Derby.

Für seine Ausbilder war es sehr schwierig, ihn zu bändigen, er galt bei fast allen, die ihn kannte und die mit ihm arbeiten mussten, als menschenfeindlich. Lediglich der ihn trainierende Arbeitsreiter Herbert Jones fand Zugang zu ihm. Jones war der einzige, den Diamond Jubilee um sich duldete. Und so gewannen die beiden in einer einzigen, fantastischen Saison die Triple Crown, die Newmarket Stakes und die Eclipse Stakes!

Die gesamte Nachkommenschaft von Perdita II belief sich auf 9 Fohlen, wobei alleine 5 St. Simon zum Vater hatten. Bedauerlicherweise starb Perdita II bei der Geburt der Stute Nadejda. Perditas 9 Nachkommen gewannen allein 26 Rennen mit einer gesamten Prämie von annähernd 72.000 Pfund.


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