Man geht davon aus, dass getupfte Pferde, die in Europa schon lange bekannt waren, durch die spanischen Eroberer in die sogenannte „Neue Welt“ kamen, wo sie durch Verwilderung u.a. an der Entstehung der Mustangs beteiligt waren.
Auch der Appaloosa stammt von spanischen Pferden ab, die im 18. Jahrhundert nach Nordamerika importiert wurden. Gezüchtet wurde die Rasse vom Nez Percé Indianerstamm, der in der Palouse-Prärie im US-Bundesstaat Idaho lebte und dort eine systematische und sehr erfolgreiche Pferdezucht betrieb.
Anzeige: Tierversicherungen – aus 110 Tarifen wählen
Ausgehend vom Zuchtgebiet bezeichneten die weißen Siedler diese Pferde zunächst als „Palouse-Horse“, woraus mit der Zeit der Name Appaloosa entstand. Nachdem die Nez Percé Indianer mitsamt ihrer Pferde 1876 auf der Flucht vor den US-Truppen nahezu ausgelöscht wurden, überlebte nur eine kleine Anzahl Appaloosas.
Durch den in Idaho neu gegründeten „Appaloosa Horse Club“ wurde 1938 aus diesen Beständen eine Zuchtpopulation entwickelt. Mittlerweile gehört die Rasse mit einem Bestand von rund 500.000 Tieren nach den Quarter Horses und Paint Horses zu den populärsten Pferden in ganz Nordamerika.
Nachdem 1975 die ersten Exemplare nach Deutschland kamen, wurde 1978 zunächst der „Appaloosa-Pferdestammbuch Deutschland e.V.“ gegründet, seit 1994 wird die Rasse hierzulande vom „Appaloosa Horse Club Germany“ betreut.
Von den Indianern ursprünglich für die Jagd und den Krieg gezüchtet, wird der Appaloosa heute vor allem im Westernbereich als Freizeit- und Sportpferd eingesetzt. Dort zeichnet er sich durch Freundlichkeit, Ruhe und Gelassenheit, gepaart mit Härte, Ausdauer und Leistungsbereitschaft aus.
Er hat ein Stockmaß von 142 bis 165 cm und fällt durch ein charakteristisches Farbfleckenmuster, die sogenannte „Tigerzeichnung“ auf, wodurch kein Pferd dem anderen gleicht. Typisches Merkmal ist das „Menschenauge“, ein weißer Ring um die Iris.
