American Saddlebred

Das American Saddlebred hat seinen Ursprung im Süden der Vereinigten Staaten. Im 19. Jahrhundert begannen die reichen Plantagenbesitzer aus Kentucky diese Pferderasse zu züchten.

Sie suchten ein Pferd, das gut geeignet war, sie bei ihren täglichen Inspektionen ihrer gewaltigen Ländereien überall hinzubringen. Die Pferde sollten aber nicht wie einfache Reitpferde erscheinen, sondern eine gewisse Eleganz aufweisen, damit man sie auch gut vor eine Kutsche spannen konnte.

Sie kreuzten daher ihre besten Vollblüter, die Morgans und Narragansett Pacer und entwickelten dadurch eine Rasse, die ihren optischen Vorstellungen sehr gut entsprach. Darüber hinaus verfügten diese Pferde über Schnelligkeit, Ausdauer und eine bemerkenswerte Intelligenz, ohne jedoch eigenwillig zu erscheinen.

Das Saddlebred wurde seit seiner Entstehung permanent verbessert. Die sehr intensiven Zuchtbemühungen führten dazu, dass das Saddlebred inzwischen zu einem sehr beliebten Schaupferd geworden ist.

Dazu hat man diese Rassen in 3 unterschiedliche Klassen eingeteilt: Da ist zunächst der Dreigänger, der die drei natürlichen Gangarten beherrscht. Von ihm unterscheidet man den sogenannten Fünfgänger, der zusätzlich zu den drei bekannten, natürlichen Gangarten noch zwei künstlich erschaffene beherrscht. Diese zwei Gangarten wurden vom Menschen entwickelt und heißen Slow Galt und Rack.

Bei dem Slow Galt handelt es sich um eine extrem langsame und sehr weiche Bewegung im Vierer-Takt; dabei müssen besonders die Vorderbeine sehr hoch angehoben werden.

Der Rack ist eine Variante des Slow Galt, allerdings etwas schneller und mit dem Schwerpunkt auf Knie- und Sprunggelenkaktion.

Bei der dritten Klasse handelt es sich ausschließlich um Wagenpferde, die bei den Schauen auch immer mit entsprechenden Kutschen oder anderen Pferdewagen gezeigt werden. Sie werden nach dem Walk und dem Trott bewertet.

Insgesamt handelt es sich bei dem American Saddlebred um ein sehr elegantes, auffälliges Pferd mit bisweilen fast exotischer Ausstrahlung, das fast immer die Blicke auf sich zieht. Das Stockmaß beträgt 150 cm – 165 cm. Dieser edle Vollbluttyp gilt als sehr vielseitig und wird als Schaupferd, Turnierpferd oder auch „nur” als Freizeitpferd gehalten.

Der Kopf ist mittelgroß und trocken. Die Ohren sind klein und sichelartig, die Augen von auffallender Feurigkeit. Der Hals ist über dem leichten Genick sehr hoch ausgesetzt und extrem stark aufgerichtet. Die Brust ist breit, ohne jedoch wuchtig zu wirken, der Rücken ist kräftig und in einen hoch angesetzten Schweif endend.

Der Schweif ist von grosser Wichtigkeit, gerade wenn das Saddlebred zu Schauen eingesetzt wird. Es ist an der Tagesordnung, dass man dann die elegante Optik des Schweifes gerne mit Hilfe operativer Eingriffe verbessert.

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