Allgemeines zum Thema Pferde I

Pferde sind Einhufer und gehören zu den Säugetieren. Es gibt heute nur eine Gattung, die in der wissenschaftlichen Sprache Equus (lat. Pferd) genannt wird.

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Zu der Familie dieser Einhufer gehören alle Pferde, die Esel und die Zebras.

Der Versuch, die einzelnen Arten präzise abzugrenzen, ist bis heute nicht ganz gelungen. Dennoch kann man die folgenden sieben Arten voneinander unterscheiden:

Wildpferd
Asiatischer Esel
Afrikanischer Esel
Kiang
Bergzebra
Grevyzebra
Steppenzebra

Das ursprüngliche Wildpferd (lat. Equus ferus) starb mit dem Verschwinden seiner letzten noch lebenden Unterart in den 60-er Jahren des 20. Jahrhunderts aus. Inzwischen gibt es Auswilderungsversuche in verschiedenen Ländern wie der Mongolei und China.

Als ausgestorben gelten die Przewalski-Pferde und die Tarpane. Das heutige Hauspferd hat seinen Ursprung in den Wildpferden.

Im Gegensatz zu den afrikanischen Eseln wurden die asiatischen Esel überhaupt nicht domestiziert. Der asiatische Esel ist auch unter der Bezeichnung Halbesel oder Pferdeesel bekannt.

Er hat ein großes Verbreitungsgebiet, das von der Mongolei bis nach Indien und in den Iran reicht. Einige Zoologen werten die Unterarten des asiatischen Esels als eigenständige Arten, so dass mitunter bis zu sechs verschiedene Arten des asiatischen Esels auftauchen:

anatolischer Halbesel (Anatolien, allerdings ausgestorben)
Dschiggetai (Mongolei)
Khur (nordwestl. Indien, Iran und Pakistan)
Kulan (Kasachstan, Turkmenistan)
Onager ( Nord-Iran)
syrischer Halbesel (Arabien, Mesopotamien und Syrien – ca. 1927 ausgestorben).

Auch der afrikanische Esel ist in seiner natürlichen Umgebung sehr stark bedroht. Man nennt ihn auch den echten Esel oder Wildesel. Er gilt als der Stammvater des Hausesels. Einige Exemplare sind noch vereinzelt in Äthiopien, Eritrea und Somalia zu finden.

Der Kiang gehörte früher zu den Unterarten des asiatischen Esels. Da er jedoch größer und den Pferden sehr ähnlich ist, hat man ihn als eigene Art eingestuft. Der Kiang ist im tibetischen Hochland und seinen umliegenden Gebieten beheimatet.

Das Bergzebra bildet eine der sieben Arten, hat aber selbst noch 2 Unterarten: das Hartmannzebra (Equus zebra hartmannae) und das Kap-Bergzebra (Equus zebra zebra). Man findet diese Zebra-Arten in den Gebieten Namibias und Südafrikas. Bei diesen drei Zebras handelt es sich um die kleinsten ihrer Art.

Das Grevyzebra ist leicht von den anderen Zebras zu unterscheiden, denn es hat ein besonders enges Streifenmuster. Die Population ist auf wenige tausend Tiere geschrumpft, daher gilt auch das Grevyzebra als vom Aussterben bedroht. Ihre Heimat liegt in den afrikanischen Staaten Äthiopien, Kenia und Somalia.

Das Steppenzebra ist verbreitet vom Süden des Sudans bis nach Südafrika. Bei ihnen findet man zwischen den Streifen auch hellere, sog. Schattenstreifen. Hinzu kommt, dass dies die einzigen Zebras sind, deren Bauch auch gestreift ist. Bis zum Ende des 19. jahrhundert gab es noch das Quagga. Bei diesem Zebra waren lediglich Kopf und Hals gestreift; es ist inzwischen ausgestorben.

Allerdings konnte man aus alten Exemplaren in Museen DNA retten und beweisen, dass das Quagga als eine Unterart der Steppenzebras zu betrachten sei. Der Beweis ist jedoch für einige Wissenschaftler nicht ausreichend genug und sie verlangen, das Quagga als eine eingene Art einzustufen.

Wie dem auch sei: man startete ein vielversprechendes Projekt zur Rückzüchtung dieser schönen Art.


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