Slovensky Cuvac

Der Slovensky Cuvac hat seinen Ursprung in der ehemaligen tschechoslowakischen Teilrepublik Slowakei.

Er hat die FCI-Nummer 142/1.1 und gehört zur Gruppe der Hüte- und Treibhunde. Andere Bezeichnungen für ihn sind “Slovac Cuvac” und “Liptok”. Die deutsche Schreibweise ist “Slovensky Tschouvatch” und entspricht der Aussprache des Namens.

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Laut Rassestandard soll seine Grösse 63 bis 71 cm betragen, das dabei erwünschte Gewicht liegt zwischen 38 und 48 kg. Das Fell ist dick und gewellt und weist mittellange Haare auf.

Da die Rasse im Frühjahr ihre dicke Unterwolle verliert, ist während dieser Zeit kräftiges Bürsten erforderlich. Zudem hält regelmäßige Pflege das Fell sauber und die Wohnung frei von den weißen Haaren. Die einzige zulässige Farbe für den Slovensky Cuvac ist weiß.

Die Heimat der Rasse ist die slowakische Seite der Karpaten, dem Grenzgebirge zwischen der ehemaligen Tschechoslowakei und Polen. Diese Gebirgskette beginnt in Rumänien und verläuft über Ungarn und der Slowakei bis zu den Liptok-Bergen der hohen Tatra im Südosten von Polen.

So ist es leicht erklärlich, das sich der Slovensky Cuvac, der rumänische Schäferhund, der ungarische Kuvasz sowie der polnische Owczarek Podhalanski sehr ähnlich sehen, denn ihr gemeinsamer Vorfahre, der grosse weisse Herdenschutzhund-Prototyp, folgte dem Verlauf der Berge nordwärts.

Der Slovensky Cuvac lässt sich bis ins 17. Jahrhundert zurück nachweisen. Neben der Jagd auf Wölfe wurde er auch bei der Großwildjagd eingesetzt. Mit dem langsamen verschwinden der Wölfe aus den europäischen Bergen und der Einführung modernerer Hütemethoden verschwand die Rasse jedoch beinahe von der Bildfläche.

Wiederbelebt wurde de Slovensky Cuvac durch Prof. Hruza von der tierärztlichen Hochschule Brünn. Er legte nach alten Beschreibungen und Gemälden einen modernen Standard fest und suchte in den Bergregionen geeignete Zuchttiere, um die Rasse nach alter Tradition weiterzuzüchten.

Heutzutage gibt es einige wenige Züchter in der Slowakei und Tschechien sowie in einigen europäischen Ländern und den USA. Er wird zwar teilweise immer noch als Hütehund eingesetzt, aber auch als Rettungshund und als Begleithund für Zöllner hat er mittlerweile Karriere gemacht.

Eine tschechische Legende besagt, dass es sich beim Slovensky Cuvac um eine Kreuzung zwischen einem Windhund und einem Wolf handelt.

Wahrscheinlich liegt der Ursprung dieser Legende in seiner für die Grösse aussergewöhnlichen Schnelligkeit.

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