Der Pumi ist eine ungarischer Hüte- und Treibhundrasse. Als im 17. und 18. Jahrhundert importierte deutsche und französische Merinoschafe das weniger erträgliche Zackenschaf ablösten, kamen mit ihnen die dazugehörigen Treibhundschläge wie der Deutsche Spitz und der französische Berger de Brie ins Land.
Diese vermischten sich mit dem Puli, einer weiteren ungarischen Hütehundrasse und bildeten so den Pumi. Der Name ist eine mundartliche Variante vom Puli und wurde 1818 erstmals erwähnt. Die Abgrenzung vom Puli erfolgte allerdings erst rund ein Jahrhundert später.
Noch 1920 wurde der Pumi als westungarischer Puli ausgestellt, ein Jahr später stellte der Hundeforscher Raitsits im Ungarischen Kynologenverband die Forderung nach einer Trennung der beiden Rassen, um einen eigenen Standard formulieren zu können.
1924 wurde der Pumi dann als eigenständige Rasse anerkannt. Seitdem wird durch eine gezielte Zuchtarbeit versucht, den nun getrennten Rassen jeweils die eigenen charakteristischen Eigenschaften anzuzüchten und die der anderen auszuscheiden.
Pumis sind mittelgroße Hunde mit einer Größe von 41 cm bis 47 cm bei den Rüden (ideal sind 43 cm bis 45 cm); Hündinnen sollen 38 cm bis 44 cm groß sein, ideal sind dabei 40 cm bis 42 cm Widerristhöhe. Das Gewicht soll bei Rüden 10 kg bis 15 kg betragen, ideal sind 12 kg bis 13 kg, Hündinnen dagegen sollen 8 kg bis 13 kg wiegen, das Idealgewicht liegt hier bei 10 kg bis 11 kg.
Das Fell des Pumi besteht aus mittellangen, gelockten Haaren und ist durchschnittlich 4 cm bis 7 cm lang. Das Deckhaar ist recht grob, aber nicht zu drahtig, dabei wellig und sehr lockig mit einer dichten, weichen Unterwolle. Im Gegensatz zum Puli-Fell ist es nicht verfilzt und weist auch nicht die bei den Pulis so typische Schnürenbildung auf. Die vorherrschenden Farben sind grau in verschiedenen Schattierungen, schwarz und falb. Weiß ist zwar auch zugelassen, aber weniger erwünscht.
Pumis zählen zu den relativ unbekannten Hütehundrassen Ungarns. Man kann ihn als den typischen Viehtreiber schlechthin betrachten, der seiner Herde wachsam und mit entsprechendem Temperament den Weg weist. Raubwild und Nagetiere, die seine Herde bedrohen, bekämpft er mutig und entschlossen. Er hütet die Viehherden auch und ist gleichsam als Wachhund bei der Landbevölkerung beliebt, obwohl er einen starken Hang zum ausgiebigen Bellen und Kläffen aufweist.
Entscheidet man sich für den Pumi als Familienhund, so ist unbedingt darauf zu achten, dass er genügend Auslauf und Beschäftigung erhält. Für Hundesport und Agility ist er sehr gut geeignet, auch lange Ausflüge oder Fahrradtouren wird er begeistert mitmachen.
