Der genaue Ursprung des Pudels ist nicht konkret auszumachen. Man führt ihn jedoch unter einer der ältesten Hunderassen, und nachweisbar sind schon Aufzeichnungen über den Pudel aus dem alten Griechenland.
Auch Bilder, die aus der Zeit des Kaisers Augustus datieren, sind bekannt. Auf ihnen sind pudelartige Hunde zu erkennen, die nahelegen, daß diese Rasse auch schon im alten Rom bekannt war.
Zur Erklärung des Namens gibt es zwei Versionen: einige nehmen an, dass der Name Pudel von dem altdeutschen Begriff „puddeln” abzuleiten ist, das bedeutet „planschen im Wasser”; andere gehen davon aus, dass er eine Anlehnung an die Bezeichnung „Pfudel” = Pfütze ist.
Die Zucht von Pudeln begann nachweislich zum Ende des 19. Jahrhunderts. Vorher wurden die Pudel bei Jagden gebraucht, bei denen ihnen die Aufgabe das Apportierens zugeteilt war. Insbesondere Wild, das im Wasser erlegt wurde, musste von den Hunden zum Jäger verbracht werden.
Daher hat der Pudel das besonders dichte, gekräuselte, wasserabweisende Fellkleid.
Mit den Jahren ging diese auf Jagd gerichtete Fähigkeit zuchtbedingt stark zurück. Allerdings ist die große Apportierfreude des Hundes ungebremst geblieben. Er gilt als sehr intelligent und ist sehr lernfähig. Pudel fand man immer schon im Zirkus, wo sie erstaunliche Kunststücke vollbringen können.
Mit Beginn der Pudelzucht gab es zunächst Großpudel und Kleinpudel in den Farben weiß, braun und schwarz. Später kam der Zwergpudel dazu, gefolgt von dem Toypudel in den 90-er Jahren. Zu den drei bereits genannten Farben kamen silber und apricot hinzu; erst vor kurzem (2007) wurde mit „red” die sechste Farbe in den Standard aufgenommen.
In den 80-er Jahren waren recht häufig Harlekin-Pudel zu finden, das waren zweifarbige Exemplare in schwarz-weiss oder schwarz-lohfarben. Harlekins sind inzwischen in mehreren Ländern anerkannt.
Pudel sind die idealen Familienhunde. Neben ihrer Intelligenz zeichnen sie sich durch große Spielfreude aus, und sie gelten als besonders treu. Pudel sind auch bekannt als sehr gute Wächter, allerdings auch als sehr bellfreudig. Besonders erwähnenswert ist ihre große Liebe zu Kindern. Mit Kindern gehen sie sehr gerne und außerordentlich geduldig um.
Sie sind gleichzeitig aber auch sehr gut als Gefährte für alleinstehende Menschen geeignet.
Wegen ihrer besonders ausgeprägten Lernfähigkeit eigenen sich die Pudel sehr gut für alle anspruchsvollen Freizeitbetätigungen. Sowohl als Schutzhund, sowie bei Agility und Obedience sind sie sehr gut zu gebrauchen.
Man findet sie auch häufig ausgebildet zum Blindenhund oder für die Suche in Katastrophengebieten.
Pudel gibt es in 4 unterschiedlichen Größen:
- der Großpudel darf bis zu 62 cm hoch sein, sein Gewicht beträgt dabei maximal 20 kg
- Kleinpudel erreichen eine Größe bis 45 cm bei 8 kg bis 10 kg und
- Zwergpudel maximal 35 cm bei 5 kg.
- Der kleinste Pudel ist der Toy mit einer Schulterhöhe unter 28 cm und ca. 3 kg.
Pudel haben eine sehr hohe Lebenserwartung. Sie werden 15 Jahre und älter. Die einzelnen Pudelvarianten werden lediglich in der Größe unterschieden.
Das Erscheinungsbild ist bei allen gleich: Der Körperbau ist quadratisch, sie machen insgesamt einen sehr eleganten Eindruck. Der Rücken ist kurz und endet in einer hochsitzenden Rute, die gerade nach oben oder über dem Rücken getragen wird.
Sehr charakteristisch für Pudel sind die unterschiedlichen Arten der Schur. Das feine, stark gekräuselte Fell erfordert eine regelmäßige Schur ca. alle 6-8 Wochen. Pudel haaren nicht, sollten aber mehrmals wöchentlich gebürstet werden.
Neben der Standardschur mit der Löwenmähne sind die Frisuren „English Saddle Clip”, der sogenannte „Puppy Clip” sowie der „Continental Clip” die bekanntesten Arten, Pudel zu frisieren.

