Poitevin

Beim Poitevin handelt es sich um eine alte französische Laufhundrasse aus dem Gebiet um die Stadt Poitiers in Westfrankreich. Eine andere Bezeichnung für ihn ist „Haut Poitou“.

Die Vorfahren dieser Rasse entstanden gegen Ende des 17. Jahrhunderts durch den Marquis Francois de Larrye, der einen großen und schneidigen Hund speziell für die Jagd auf Wölfe züchten wollte. Zu dem Zweck kreuzte er einheimische Laufhundschläge mit Fuchshunden und erhielt einen Hund mit einer sehr feinen Nase, schönem Geläut und Schnelligkeit in schwierigem Gelände.

Während der französischen Revolution wurden die meisten Zwinger jedoch zerstört und die Rasse stand kurz vor dem Aussterben. Es gab glücklicherweise immer noch Anhänger der Rasse, einer von ihnen war der Baron Émile de La Besge. Dieser führte die Zucht in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts weiter, bis eine Tollwutepidemie fast alle seiner Tiere tötete. Um die Rasse wieder herzustellen, erwarb er für seine zwei überlebenden Hündinnen in England 6 Foxhound-Rüden. Aus der Verbindung des englischen Deckrüden “Traveller” mit der französischen Hündin “Fringante” entstanden die ersten Poitevins, so wie man sie heute kennt.

Obwohl auch nachträglich Foxhounds eingekreuzt wurden, stammen doch praktisch alle Poitevins von dieser Linie ab. Die Rasse gilt als eine der schnellsten unter den französischen Jagdhunden. Der Poitevin ist in der Lage, ein Stück Wild über 7 Stunden zu verfolgen, und er kann an einem Tag mühelos bis zu 50 km zurücklegen.

Laut Rassestandard beträgt die ideale Größe bei Rüden 62 bis 72cm, Hündinnen sollen 60 bis 70 cm Widerristhöhe aufweisen. Das Fell ist kurz und glänzend, die Farbe ist dreifarbig, mit schwarzem Mantel oder großen schwarzen Flecken; selten weiß und orange (zweifarbig) oder wolfsfarben. Er hat tief angesetzte, hablange, hängende Ohren, die feinledrig und leicht eingedreht sind.

Da es gerade in den Vereinigten Staaten noch viele Jagdgebiete gibt, die eine enorme Größe aufweisen, ist diese Hunderasse dort sehr beliebt und wird in den letzten Jahren immer mehr in die USA exportiert.


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