Groenendael

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Beim Groenendael handelt es sich um den langhaarigen, schwarzen Schlag des Belgischen Schäferhundes. Neben ihm existieren noch der ebenfalls langhaarige, allerdings rotbraun, falb oder schwarz gewolkte „Tervueren“, der rauhaarige „Lakenois“ und der kurzhaarige „Malinois“, die ihren Namen alle den belgischen Regionen verdanken, in denen sie am weitesten verbreitet waren.

Bis auf Fell und Farbe unterscheiden sich die Varianten kaum. In den meisten Ländern gelten die vier Schläge als verschiedene Formen derselben Rasse, in den USA dagegen werden sie seit 1959 als unterschiedliche Rassen geführt.

Allerdings dürfen sie auch in den Ländern, wo sie als eine Rasse gelten, nicht untereinander gekreuzt werden, in Sonderfällen können die jeweiligen Zuchtverbände aber Ausnahmegenehmigungen erteilen.

Der Groenendael entwickelte sich erst gegen Ende des 19. Jahrhunderts. Bis dahin existierten in Belgien viele eng miteinander verwandte Arbeitshunde von Schäfern und Bauern, die jedoch keine eigenständige Rasse bildeten. Als jedoch die Bedeutung des Schafehütens zurückging, fing man an, alle Hunde zu einem Grundtypen zusammenzufassen.

Nach einiger Zeit einigte man sich auf die vier verschiedenen Schläge und entwickelte einen Standard. Dem Groenendael gebührt die Ehre, der beliebteste und zahlenmäßig stärkste der vier Belgischen Schäferhunderassen zu sein.

Seine Entstehungsgeschichte wurde maßgeblich durch den Gastronomen Nicholas Rose aus dem Dorf Groenendael geprägt. Aus der Kreuzung seiner schwarzen Hündin „Petite“ mit einem anderen schwarzen Schäferhund, „Piccard d´Ucle“, entstand „Duc de Groenendael“. Dies war der die Rasse prägende Zuchtrüde unter den modernen Belgischen Schäferhunden. Im Laufe der Zeit bewährte sich der Groenendael als Schutz- und Rettungshund und diente seinem Land im Krieg als Sanitäts- und Meldehund.

Der Groenendael besitzt einen harmonischen Körperbau mit mittleren Proportionen. Insgesamt vermittelt er einen Eindruck von Kraft und Eleganz, der durch die stolze Haltung des Kopfes noch verstärkt wird. Er ist von mittlerer Größe, sein Gebäude ist quadratisch, und die Muskulatur ist sowohl kräftig als auch trocken. Durch sein Leben in der freien Natur ist er sehr widerstandsfähig geworden, und kann völlig problemlos die unterschiedlichsten klimatischen Wechsel vertragen. Groendael gibt es nur in der Farbe reinschwarz.

Wie die anderen belgischen Schäferhundrassen ist auch der Groenendael besonders lebhaft, wachsam und sehr aktiv. Er verfügt über ideale Fähigkeiten zum Hüten von Herdentieren, ist aber auch als Wachhund für Haus und Hof bestens geeignet.

Seine Familie und seinen Herrn wird er ohne zu zögern leidenschaftlich verteidigen. Wer sich für einen Groenendael entscheidet, bekommt einen charakterstarken Hund, der sich schnell in die Familie integrieren wird. Der Groenendael lernt sehr schnell, er ist frei von ängstlichem und aggressivem Verhalten und munter im Umgang mit Kindern.


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