Der Gordon Setter hat seinen Ursprung in Großbritannien und wird zur Gruppe der Vorstehhunde gezählt.
Seine FCI-Nummer ist 6/7.2. Seinen Namen verdankt er den berühmten Settern des schottischen Herzog von Gordon.
Der Rassestandard sieht bei den Rüden eine Größe von 62 bis 66 cm vor, Hündinnen sind etwas kleiner. Das ideale Gewicht liegt dabei zwischen 25,5 und 29,5 kg.
Das Fell des Gordon Setters ist gerade und flach mit mäßig langen, seidigen Haaren und einer langen und feinen Befederung an Bauch, Rute und der Rückseite der Läufe. Die vorherrschende Farbe ist tiefschwarz mit sattem kastanienfarbenen Brand. Auch sind kleine weiße Brustflecken erlaubt.
Dieses Fell benötigt eine tägliche Pflege. Der Gordon Setter ist der größte und stärkste Setter. Schon vor 350 Jahren wurden Setter mit dieser Farbe mit örtlichen Hunden gekreuzt, um so eine Jagdhund zu erhalten, der besonders für die Arbeit im schwierigen Gelände Schottlands geeignet ist.
Dazu benötigte man weniger einen schnellen, wendigen als einen kraftvollen, ausdauernden Hund. Nach Berichten des Herzogs von Gordon wurde eine Arbeits-Colliehündin eingekreuzt, um so mehr Intelligenz und Führbarkeit zu erhalten. Auch die schwarz-lohfarbene Fellfarbe stammt wahrscheinlich von einem Collie-Vorfahren.
Zwar gab es in den alten Zwingern schwarz-weiße, dreifarbige, rote und eben schwarz-lohfarbene Tiere, allerdings war die letztgenannte Farbe die am meisten begehrte und wurde so zu einer Art Qualitätsmerkmal für die Rasse. Trotzdem findet sich auch noch heute in manchen Würfen ein roter Welpe.
Den Gordon Setter zeichnet sein hervorragendes Durchhaltevermögen aus.
Außerdem hat er ein ruhigeres Wesen als die anderen Setter, geht bei der Jagd langsam und methodisch vor und ist zudem sehr wasserfreudig.
Allerdings ist er ein typischer Einmannhund, der am liebsten alleine mit seinem Herren zur Jagd geht. Durch die jagdlichen Fähigkeiten, aber auch durch die ausgesprochene Schönheit gelangten schon um 1850 die ersten Exemplare in die Vereinigten Staaten.
Der Gordon Setter ist fremden Menschen gegenüber sehr zurückhaltend und verträgt nur sehr schlecht einen Besitzerwechsel. Er ist spätreif und braucht von klein an eine konsequente Erziehung, da er sehr selbstbewusst ist und von Natur aus eine große Jagdleidenschaft mitbringt.
Sowohl als Jagd- als auch Familienhund braucht er viel Bewegung. Auch als Wachhund ist er sehr gut geeignet.
