Der Hovawart

Man nimmt an, dass der Name dieser Rasse aus dem mittelhochdeutschen „Hofwarth” (Wärter des Hofes), bzw. „Hovewart” (hova war die Bezeichnung für Hof) entstand.

Erste Erwähnungen findet man bereits im Mittelalter; seinerzeit schätzte man diesen Hund wegen seiner außerordentlichen Fähigkeiten als Wachhund.

Hovawartwelpe

(C) Werner Köster – Hovawarte vom Sonnenanger

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts entsann man sich dieser alten Rasse auf der Suche nach einem selbstständig arbeitenden Schutzhund.

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Man begann mit einigen Zuchtversuchen, die offizielle Reinzucht begann jedoch erst nach der Gründung des Hovawart-Schutzhunde-Vereins im Jahre 1924.

Die Anerkennung als eigenständige Rasse erfolgte im Jahr 1937.
In den darauffolgenden Jahren bemühte man sich, den Hovawart zu verbessern und wieder die ursprüngliche Art aus dem Mittelalter zu erschaffen. Man wählte sorgfältig Hofhunde aus und kreuzte altdeutsche Schäferhunde, Neufundländer, Sennenhunde, Leonberger und Kuvacz ein.

Der Hovawart gilt als sehr leistungsfähiger Arbeitshund, der sich durch Widerstandsfähigkeit und Ausdauer auszeichnet. Man kennt ihn als unerschrockenen Wächter, der sein Territorium immer mutig verteidigen wird. Gleichzeitig verfügt er über ein ausgesprochen freundliches Wesen.

Als weitere Eigenschaften werden bei ihm ein großer Arbeitswille und hohe Intelligenz genannt.

Da der Hovawart sich sehr gerne bewegt, eignet er sich sehr gut für Agility, andere Hundesportarten, und als Begleiter beim Radfahren, Joggen oder Reiten. Aufgrund ihrer großen Geduld und sehr hohen psychischen Belastbarkeit werden diese Hunde auch sehr gerne zu Rettungshunden ausgebildet.

Hovawarte sind optisch ansprechend: sie beeindrucken durch ihre Größe, wobei sie überhaupt nicht schwerfällig wirken, sondern beweglich und wendig. Den starken Knochenbau sieht man ihnen an, auch wenn sie von langen Zotthaaren bedeckt sind.

Aufgrund seiner vielseitigen Eigenschaften ist der Hovawart sowohl ein guter Wachhund als auch der ideale Familienhund. Dazu bedarf es einer entsprechenden Erziehung. Hovawarte lieben den engen Kontakt zu ihrer Familie, wollen jedoch auch immer körperlich gefordert werden. Ein gesundes Mittelmaß an Familienleben und sportlichne Aktivitäten ist für diese Rasse genau richtig.

 caroline
Bedingt durch die verschiedenen Einzüchtungen von altdeutschen Schäferhunden, Sennenhunden, Kuvacz und Neufundländern erscheint der Hovawart oft als Mischling. Kenner wissen jedoch immer, dass sie einen hervorragenden Schutzhund vor sich haben.

Hovawarte können ein Gewicht von 24 kg – 40 kg haben und 58 cm – 70 cm gross sein. Ihr Körper ist gut bemuskelt, der Rücken lang gestreckt, die Brust gleichfalls kräftig und breit. Der Kopf ist groß und zeigt eine charakteristische, gewölbte Stirn, sowie dunkle, ovale Augen, die ihm einen wachsamen Ausdruck verleihen. Hovis haben recht große Ohren, die sie nach vorne geklappt tragen.

Ihr Fell wirkt lang, mit gewellten, manchmal zottig erscheinenden Haaren. Man unterscheidet 3 Farbschläge: schwarz, schwarzmarken und blond. Das glänzende Fell ist am Kopf etwas kürzer, besonders lang sind die Haare an der Rute, die dadurch buschig wirkt.

Während sie früher als Hirten- und Hofhunde galten, zählt man sie heute zu den Begleit- und Schutzhunden.


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