Der Dackel

Der eigentliche Ursprung des Dackels ist ungewiss. Es fanden sich jedoch in ägyptischen Pharaonengräbern fünftausend Jahre alte Abbildungen, die einem Dackel sehr ähnlich sind.

Auch bei den Griechen soll es bereits Dackel gegeben haben, der alte Schriftsteller Xenophon berichtete seinerzeit von einem „Canis Castorius”, einem krummbeinigen, länglichen Hund, von dem man annimmt, dass es sich um einen Dachshund gehandelt haben muss.

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In unseren Breiten wurde der Dackel nachweislich bereits in Texten des 9. und 15. Jahrhunderts erwähnt. Er wurde dort unter der Bezeichnung „Bibar-Hund”, „Canis Bersarius” und Beverarius beschrieben. Auch die Bezeichnung „Bibracco” fand Verwendung.

Heute nennt man den kleinen Hund mit dem eigentümlichen, langen Körper Dackel, Dachshund oder Teckel; im süddeutschen Raum findet man häufig die liebevolle Bezeichnung „Zamperl”. Er ist fast überall auf der Welt verbreitet und gleichermaßen beliebt.

Dackel wurden und werden auch heute noch wegen ihres niedrigen, langen Körpers für die Jagd unter der Erde eingesetzt. Sie eignen sich hervorragend für Fuchs- und Dachsbauten, in die sie leicht hineinkriechen können, um dann das Wild aufzustöbern und herauszujagen.

Gleichzeitig sind die Dackel sehr kräftig, so dass sie auch oberhalb der Erde schnell, scharf und sogar sehr ausdauernd jagen können.

Beim Dackel unterscheidet man zwischen Kurzhaar-, Langhaar- und Rauhaardackel. Innerhalb dieser Schläge werden wiederum 3 verschieden Größen gezüchtet: schwere, mittlere und Zwerg-Dackel.

Die schweren Dackel wiegen über 7 kg, die mittleren dürfen von 4 kg bis zu 7 kg wiegen, und die Zwergdackel haben ein Gewicht von maximal 4 kg.
Dackel sind grundsätzlich von niedriger Statur und haben einen ungewöhnlich langen Körperbau, wobei die Läufe sehr kurz sind.

Bei allen 3 Schlägen ist der Kopf langgestreckt mit einem abgeflachten Oberkopf und in einer spitzen Schnauze endend. Das Gesicht ist geprägt durch einen aufmerksamen, intelligenten und wachsamen Ausdruck.
Der Dackel hat ovale Augen, die ihn mitunter recht energisch wirken lassen, seine freundliche Erscheinung dabei allerdings nicht beeinträchtigen.

Die beweglichen Hängeohren liegen vorn fast an seiner Wange. Die kleinen Dackel zeichnen sich einen bemerkenswerten Mut aus, der sie für die Ausbildung zur Jagd sehr beliebt macht. Bei der Jagd sind sie daran gewöhnt, alleine zu arbeiten und selbst zu entscheiden, daher verfügen sie über ein ausgeprägtes Selbstbewusstsein.

Sie sind aber auch sehr gut als Familienhunde geeignet und zeigen sich dort sehr anhänglich. Besuch vermelden sie gerne mit lautem Bellen, sie sind zudem sehr gute Wachhunde.


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