Wer kennt ihn nicht, Lassie, den treuesten der Treuen, den wunderbaren Langhaar-Collie aus der gleichnamigen Fernsehserie, der diese Rasse auf einen Schlag weltberühmt machte?
Collies wurden ursprünglich als Hütehunde eingesetzt, sind heute aber auch sehr gut als Familienhunde geeignet; sie sind intelligent, zuverlässig, kinderlieb und genügsam. Ein Collie benötigt unbedingt Familienanschluss und ist für die Zwingerhaltung nicht geeignet.
Collies zählen zu den Hüte- und Treibhunden und haben ihren Ursprung in Schottland.
Nachweislich ist ihre Existenz bereits im 13. Jahrhundert erwähnt. Der auch als „Schottischer Schäferhund” bezeichnete Collie half zunächst den Schäfern, die in den schottischen Hochmooren ihre Herden hielten, beim Hüten der Schafe.
Man nimmt an, dass diese Hunderasse daher auch ihren Namen hat: die Schafe, deren Köpfe und Beine schwarz waren, wurden „Colleys” genannt, und so gab man den Hütehunden den Namen „Colley Dog”, der später dann zu Collie wurde.
Üblich ist auch die Bezeichnung als „Scotch Collie”, die sich auf das Herkunftsland Schottland bezieht. Es gibt bei den Collies 2 Schläge: den kurzhaarigen Collie und den langhaarigen Collie. Der Langhaar-Collie wird in Deutschland auch oft unter der Bezeichnung „Schottischer Schäferhund” geführt. Im englischen Sprachgebraucht finden wir den langhaarigen Schlag als „rough Collie”, den kurzhaarigen als „smooth Collie”.
Sowohl lang- als auch kurzhaarige Collies werden gemäß gleichem Rassestandard bewertet.
Dieser schreibt eine Grösse von 63 cm – 69 cm für die Rüden und von 61 cm – 66 cm für die Hündinnen vor, wobei das Gewicht idealerweise zwischen 18 kg (bei Hündinnen) und 30 kg (bei sehr grossen Rüden) liegen darf.
Der Collie ist also ein recht grosser Hund.
Wie bereits erwähnt, finden wir kurzhaarige und langhaarige Collies. Beide haben ein doppeltes Fell: da ist zunächst die sehr dichte Unterwolle, und dann das Deckhaar. Bei den kurzhaarigen Collies ist das Deckhaar sehr kurz und glatt und benötigt entsprechend wenig Pflege.
Der Langhaar-Collie dagegen hat sehr langes Deckhaar, das eine etwas ausgiebigere Pflege erforderlich macht. Allerdings sollte man nicht davon ausgehen, dass es notwendig ist, den Langhaarcollie täglich zu bürsten.
Dies führt sehr leicht zu einem ausgekämmten Fell. Es reicht aus, den Collie alle 10 – 14 Tage einmal kräftig auszubürsten, damit das Haarkleid nicht verfilzt.
Collies gibt es in unterschiedlichen Farben: Weiß, Gelbgold, Silberblau, Mahagoni und Schwarz. Es gibt häufig Exemplare von silberblauer Farbe mit schwarzer Merlierung, ergänzt durch weisse oder braune Abzeichen.
Den besonderen Ausdruck erhalten die Collies durch ihre Ohren. Ist der Collie entspannt, dann hält er seine Ohren nach hinten gelegt, ist er aufmerksam oder angespannt, so trägt er sie halb stehend, wobei die Spitzen nach vorne geklappt werden.
Die Verbreitung des Collies erfuhr im 19. Jahrhundert einen wahren Aufschwung, nachdem Königin Victoria im Jahre 1860 in Schottland die Bekanntschaft mit dieser Rasse machte und aus lauter Begeisterung einige davon nach Schloss Windsor mitnahm.
Sie war so angetan von dieser Hunderasse, dass sie sie an sämtliche europäischen Adelshäuser grosszügig verschenkte. Dadurch fanden die Collies damals sehr schnell Aufnahme zunächst in die englischen Adelshäuser, dann in ganz Europa; galt es doch als schick, die gleiche Hunderasse wie die Königin zu besitzen.
Dies war der Rasse nicht immer zuträglich, da sie Bewegung und viel Aufenthalt in der freien Natur braucht, was ihr in den vornehmen englischen Salons natürlich fehlte.
In den beiden Weltkriegen wurden Collies gerne als Melde- und Sanitätshunde eingesetzt, das sie intelligent und daher sehr leicht auszubilden sind.
Collies zeichnen sich durch Gutmütigkeit und Freundlichkeit besonders aus. Sie sind nicht aggressiv und zeichnen sich durch eine besondere Liebe zu Kindern aus. Fremden gegenüber sind sie zunächst misstrauisch, werden aber sehr schnell zu Freunden, wenn sie merken, dass man ihnen und ihrer Familie wohlgesonnen ist.
Als Halter eine Collies hat man die Aufgabe, den Hund täglich genügend zu bewegen. Er sollte viel Auslauf und Beschäftigung bekommen. Da er ohnehin immer leicht verspielt ist, kann man ihn immer für Spiele im Freien begeistern. Für Agility eignet er sich ganz besonders.

