Bei dem belgischen Schäferhund handelt es sich um eine Hunderasse, die im 19. Jahrhundert in Belgien entstand.

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Diese Hunde galten damals ausschließlich als Arbeitshunde. Ihre Aufgabe bestand im Hüten und Bewachen von Schafen, und sie dienten als Wach- und Hofhunde bei den Bauern. Bis gegen Ende des 19. Jahrhunderts galten sie nicht als eigenständige Rasse.
Das änderte sich, als 1891 der Club du Chien de Berger Belge in Brüssel gegründet wurde. Eine erste Zuchtschau gab es 1892, und in diesem Jahr legte der Club auch den ersten Standard fest. Man erlaubte 3 Varianten: den kurzhaarigen, den langhaarigen und den rauhaarigen belgischen Schäferhund.
Seit 1990 gibt es nur noch den königlichen Groenendael Club, der 4 Varianten des belgischen Schäferhundes kennt:
- den Groenendael mit langen, schwarzen Haaren
- den Laekenois mit rauen Haaren
- den Malinois mit kurzen Haaren
- den Tervueren mit langen, rotbraunen Haaren (falb und schwarz gewolkt)
Der belgische Schäferhund hat ein leichtes Knochengerüst und wirkt insgesamt fast elegant. Er ist harmonisch gebaut und zeigt mittlere Proportionen. Die äußere Gestalt zeugt sowohl von Eleganz als auch von Kraft. Auffällig ist die Haltung des Kopfes: er trägt ihn sehr hoch, verglichen mit dem deutschen Schäferhund. Dadurch wirkt er besonders stolz und edel.
Der Belgier ist sehr widerstandsfähig. Dadurch, dass er sich viel im Freien aufhält, hat er sich gut an die zum Teil extremen Wetterverhältnisse in seinem Herkunftsland angepasst.
Der Kopf zeigt sich trocken und fein. Stop und Nasenrücken verlaufen nahezu parallel. Der belgische Schäferhund ist quadratisch im Körperbau. Die Schulter fällt steil ab, die Hinterläufe sind nur wenig gewinkelt und stehen daher fast schon unter dem Körper des Hundes. Dies wirkt sich stark auf seinen Gang aus: er ist nicht so raumgreifend.
Dafür ist der Hund sehr wendig und schnell und verfügt über ein bemerkenswertes Springvermögen.
Die Grösse beträgt 58 cm bis 62 cm bei einem Gewicht von 20 kg – 35 kg.
Der Belgische Schäferhund ist von wachsamem und aktivem Charakter. Oft zeigt er sich sehr lebhaft und ist immer zu Spielen oder sportlichen Aktivitäten aufgelegt. Seine Fähigkeiten als Hüte- und Wachhund sind sehr stark ausgeprägt, sodaß er sein Rudel und dessen Heim immer kompromisslos verteidigen wird.
Aufgrund seiner Geduld und seiner Intelligenz setzt man den belgischen Schäferhund sehr gerne als Schutzhund oder als Diensthund bei den Behörden ein.
