Der Bearded Collie

Der Bearded Collie kommt aus dem schottischen Hochland. Wie andere Collies auch, zählt man ihn zu den Hütehunden.

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(C) Vera Winandy-Rang & pixelio.de

Wann genau es den ersten Bearded Collie gab, ist heute nicht nachvollziehbar. Allerdings ist historisch belegt, dass bereits im 15. Jahrhundert nach Christus recht zottige Hunde zum Hüten der Schafe eingesetzt wurden. Bis zum Beginn des 20. Jahrhunderts gab es noch keinen klar definierten Bearded Collie. Es wurden bis dahin recht viele Hundetypen ohne Kontrolle gekreuzt.

Für die Schäfer, die mit den Hunden eng zusammenarbeiten mussten, war lediglich wichtig, dass die Hunde gesund und zum Hüten der Schafe gut geeignet waren. Dies setzte voraus, dass sie lernwillig und bereit zur Arbeit waren. Außerdem sollten sie der Herde gegenüber ein gutes Selbstbewusstsein zeigen, jedoch ohne jede Aggression.

Und diese Fähigkeiten zeichneten ihn gerade aus. Er wurde nicht nur einfach zum Hüten der Schafe eingesetzt. Seine Fähigkeiten gingen weit darüber hinaus. Ein Bearded Collie ist durchaus in der Lage, eine Schaf- oder Rinderherde eigenständig aus einem Gebirge zu treiben. Auch verirrte Tiere sucht er ausdauernd und immer erfolgreich, und bringt sie alleine zurück zu ihrer Herde.

Und auch der heutige Bearded Collie besitzt alle diese Eigenschaften. Die Rasse des Bearded-Collie wurde erst recht spät, nämlich 1944 für Zuchtzwecke entdeckt. Aufgrund eines Irrtums erhielt damals Mrs. Willison einen Beardie Welpen, obwohl sie eine Sheltie Hündin erwartet hatte. Diese braune Bearded Collie Hündin erhielt den Namen „Jeannie” und gilt bis heute als Urahnin aller Bearded Collies. Sie war auch der erste Hund, der als Bearded -Collie im entsprechenden Kennel Club eingetragen wurde.

Der Bearded Collie wird von seinen Besitzern fast immer liebevoll Beardie genannt. Ein Beardie ist mittelgroß und schlank. Sein Charakter ist geprägt von unglaublicher Aktivität, großer Arbeitslust, Intelligenz und Zuverlässigkeit. Dabei bleibt ein Beardie stets freundlich, aber selbstsicher.

Man sollte diese Charaktereigenschaften kennen, bevor man sich für die Anschaffung eines Bearded Collies entscheidet. Denn er will jeden Tag ausgiebig beschäftigt werden – ist also nicht geeignet für geruhsame Nesthocker. Ein Beardie bedeutet Bewegung und Aktivitäten jeglicher Art – jeden Tag und immer wieder!

Rüden werden bis zu 56 hoch, Hündinnen bleiben ca. 3 cm kleiner. Der Rumpf zeigt sich rechteckig und kräftig, jedoch ohne massig oder plump zu wirken. Ein Bearded Collie wiegt zwischen 18 kg und 27 kg.

Das Fell der Beardies besteht aus sehr feiner und besonders dichter Unterwolle (auch am Kopf). Damit war er dem rauen Klima im schottischen Hochland gut angepasst, denn Kälte konnte ihm nichts anhaben. Die Deckhaare sind mittellang und zottig und sehr hart. Dies verhindert, dass Feuchtigkeit bis zur Unterwolle vordringen kann.

Bearded Collies gibt es in vielen Farben. Besonders häufig sieht man Schattierungen in Grautönen, schwarz, dunkelbraun, rotbraun und hellbraun. Weniger verbreitet sind blaugraue oder beige Beardies. Das Fell ist erfordert eine regelmäßige Pflege: einmal pro Woche muss es gut gebürstet werden.

Die Augen haben fast immer den Farbton, den das Fell auch hat; sie sind groß und liegen weit auseinander. Der Blick eines Bearded Collies fasziniert seine Besitzer immer wieder aufs Neue. Er ist sanft und wirkt oft verträumt.

Selten werden diese Hunde heute noch für ihren ursprünglichen Zweck genutzt. Sie werden fast immer als Familienhunde zu finden sein, denn sie sind ausgeglichen und von unbekümmerter Fröhlichkeit, dabei Kindern gegenüber besonders geduldig.


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