Der Beagle

Die ersten Vorfahren der Beagles sollen um 1066 im Heer von William the Conquerer von Frankreich nach England gelangt sein.

Es handelte sich seinerzeit um die sog. Talbots, die später Northern Hounds genannt wurden. Sie waren schnelle, schlanke Hunde und wurden gerne mit auf die Jagd genommen, da sie sehr gut Fährten verfolgen konnten.

Ca. 400 Jahre später entdeckten die Engländer während der Besetzung Frankreichs im Süden des Landes sehr ausdauernde Jagdhunde, die allerdings etwas schwerfälliger als die bekannten Northern Hounds waren. Man gab ihnen die Bezeichnung Southern Hounds.

Sie zeichneten sich durch eine außerordentlich feine Spürnase aus. Man nimmt an, dass die Beagles ihren Ursprung in den beiden o. g. Rassen haben.

Beagle galten seit jeher als gute, ausdauernde Fährtensucher, die das Wild durch stetige Verfolgung ermüden, ohne es selbst zu töten. Die kleinen Beagles galten auch deshalb als praktisch auf der Jagd, da man sie aufgrund ihrer Größe leicht in einer Satteltasche befördern konnte.

Die genaue Bedeutung des Namens und dessen Ursprung ist nicht eindeutig geklärt. Erste Erwähnungen datieren aus dem 1515. Die offizielle Anerkennung dieser Rasse erfolgte 1890.

Beagles sind robuste Hunde und wirken in ihrer Erscheinung kompakt, aber nicht schwerfällig. Sie dürfen eine Größe zwischen 33 cm – 40 cm haben. Ihre Beine sind recht kurz, dabei kräftig und gut bemuskelt, ohne jedoch dick zu erscheinen. Der Kopf ist mäßig lang und besitzt einen ausgeprägten Stop. Bemerkenswert sind die dunklen Augen, die ihm einen sanften, warmherzigen Ausdruck verleihen.

Der Beagle hat tief angesetzte Ohren, die sehr lang und dünn herunterhängen. Die Rute ist hoch angesetzt, kräftig, fast dick und wird über dem Rücken getragen. Sie darf nicht gerollt sein oder nach vorne geneigt. Die Spitz der Rute muss bei reinrassigen Beagles weiß sein, wie auch das Maul. Kopf samt Ohren sollten von rötlicher bis brauner Farbe sein.

Beagles sind robuste Hunde, und von dieser Qualität ist auch ihr Fell. Es gibt sie 2-farbig – nämlich in den Kombinationen braun-weiß, rot-weiß und zitronengelb-weiß. Auch tricolor (schwarz/braun/weiß) ist erlaubt.

Beim Beagle handelt es sich um eine unkomplizierte Hunderasse. Da sie aus der Historie heraus sehr lange als Meute unterwegs waren, ist er ein ausgesprochene Rudeltier, der die Gesellschaft anderer Hunde (vorzugsweise Beagles) oder ihrer Familie benötigt. Er sollte nicht lange alleine gelassen werden und ist für Zwingerhaltung nicht geeignet.

Bedingt durch die jagdliche Vergangenheit verfügt der Beagle über Zähigkeit und zielstrebige Ausdauer. Hat er einmal die Fährte eines Hasen aufgenommen, dann kann es schwierig sein, ihn zu bremsen. Er wird die Jagd erst aufgeben, wenn er den Hasen gestellt hat oder selbst ermüdet ist. Und das kann dauern.

Allerdings wird der Beagle heutzutage sehr selten zu Zwecken der Jagd gehalten. Er braucht viel Auslauf und Beschäftigung. Wachsam muss man bei der Fütterung sein, da Beagles dazu neigen, sehr viel zu fressen. Bei der Erziehung benötigt er eine starke und konsequente Hand. Für Hundeanfänger ist er nicht geeignet.

Aufgrund seiner ansprechenden Optik wird der Beagle gerne in der Werbung eingesetzt. Allgemein bekannt wurde der Beagle durch die Cartoons von Charles M. Schulz.

Der als „Snoopy” bekannte Hund erschien bereits im Oktober 1950 erstmalig als Comic Strip und ist heute weltberühmt.


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