Beim Berger de Beauce, auch als Beauceron bekannt, handelt es sich um eine alte französische Schäferhundrasse. Erstmals erwähnt wurde eine Hunderasse aus der Ebene La Beauce, die etwa 200 km südwestlich von Paris liegt, in einer Handschrift aus der Renaissance-Zeit um 1578.
Die Vorfahren sind in den Hütehundeschlägen der Wanderschäferei zu finden. Den Namen Berger de Beauce erhielt die Rasse erst im Jahre 1896, allerdings nicht, weil sie in der Landschaft La Beauce besonders häufig anzutreffen gewesen wäre, sondern um sie von ihrem langhaarigen Vetter, dem Briard zu unterscheiden.
Eine weitere Bezeichnung für den Berger de Beauce ist „Bas Rouge“, was man in etwa mit „Rotstrumpf“ übersetzen kann und auf die rotbraunen Abzeichen an den Läufen hinweist.
Die ursprüngliche Aufgabe der Rasse war das Packen von Sauen bei der Jagd, später kam das Beschützen und Hüten von Herden dazu. Mittlerweile wird der Berger de Beauce hauptsächlich im Polizei-, Zoll- und Militärdienst eingesetzt. Weitere Betätigungsfelder sind, ganz ähnlich wie beim Deutschen Schäferhund, die Betätigung als Blindenführhund sowie als Wachhund.
Der im Jahre 1889 erstmals erstellte Rassestandard sieht heute für Rüden eine Idealgröße von 65 bis 70 cm vor, Hündinnen dagegen sollen 61 bis 68 cm Widerristhöhe aufweisen. Das dabei erwünschte Gewicht liegt bei maximal 50 kg.
Bei dem Beauceron handelt es sich um einen größeren Gebrauchshund (bis 70 cm), der optisch mit einem Dobermann starke Ähnlichkeiten zeigt. Eine besondere Auffälligkeit sind seine doppelten Afterkrallen.
Das Fell ist kräftig und kurz mit dicken, festanliegenden und etwa 3 bis 4 cm langen Deckhaaren sowie einer kurzen, feinen Unterwolle mit dichten und flaumigen Haaren. Die zugelassenen Farben sind schwarz oder. schwarz mit lohfabenen Abzeichen und harlekin, d.h. blau gefleckt mit lohfarbenen Abzeichen. Andere Farbschläge werden heutzutage nicht mehr akzeptiert. Die Ohren trägt der Beauceron halb stehend oder hängend, sie sollten grundsätzlich nicht am Kopf anliegend sein.
Bedingt durch seinen Ursprung als reiner Arbeitshund ist der Beauceron bis heute sehr selbständig geblieben. Manchmal wird dies auch als Dickköpfigkeit fehlinterpretiert. Es ist daher sinnvoll, wenn der Besitzer eines solchen Hundes über reichlich Erfahrung im Umgang mit Hunden verfügt. Die Erziehung dieser Rasse sollte geprägt sein von konsequentem Verhalten und reichlich Einfühlungsvermögen.
Der Berger de Beauce ist sehr intelligent und lernfreudig. Seinem Herrn und dessen Familie ist er anhänglich und treu ergeben. Kleine Aufgaben erledigt er gerne, er mag es, täglich gefordert zu werden.
Entscheidet man sich für deiner Berger de Bauce als Familienhund, wird er seine Hüteeigenschaften auf die Familie übertragen. Da er sich gerne und viel bewegt, ist er glücklich, wenn man ihn Hundesport machen lässt oder ihn bei eigenen sportlichen Betätigungen mitnimmt. Lange Distanzen läuft er gerne und ausdauernd, als Begleiter auf längeren Fahrradtouren ist der Beauceon ideal.
