Barsoi

Der Barsoi, auch als Russischer Wolfshund (Psowaya Barsaya) und im englischen Sprachraum als Borzoi bekannt, stammt aus Russland, hat die FCI-Nr. 193/10.1 und zählt zur Gruppe der Windhunde.

Der Rassestandard sieht beim Rüden eine Mindestgröße von 73 cm vor, Hündinnen sollen mindestens 68 cm aufweisen. Das erwünschte Gewicht liegt zwischen 34 und 48 kg. Der Barsoi hat ein langes, seidiges Fell mit gelockten und welligen Haaren. Außerdem ist er mit dichtem Schmuckhaar am Hals sowie einer ausgeprägten Befederung an Brust, Läufen und an der Rute ausgestattet.

Die vorherrschende Farbe ist weiß, im Prinzip ist aber jede Farbe erlaubt, von gold in allen Schattierungen, rot, schwarz gewolkt mit dunklem fang, grau, gestromt, einfarbig oder Scheckung auf weißem Grund ist alles möglich.

Die Vorfahren des Barsois sind sehr wahrscheinlich im Mittleren Osten beheimatete, kurzhaarige Windhunde, die von den Tataren mit nach Russland gebracht wurden. Da diese jedoch den harten russischen Wintern nicht gewachsen waren, kreuzte man kräftig behaarte einheimische Rassen wie etwa langbeinige russische Collieschläge oder tatarische Laufhunde ein, welche die für dieses Klima notwendige Härte und das lange Fell einbrachten.

Schon zu Beginn der Zarenherrschaft im 14. und 15. Jahrhundert benutzte man den Barsoi für die Hetzjagd auf Wölfe, Füchse und Hasen. Prunkvolle Wolfsjagden nach einem festen Ritual waren beim russischen Adel sehr beliebt, darum wurden während der Russischen Revolution sehr viele dieser Hunde alleine aufgrund ihrer Verbindung zur Aristokratie getötet.

Da er mittlerweile aber als Repräsentationsstück in vielen reichen europäischen und amerikanischen Bürgerhäusern Einzug gefunden hatte, konnte die Rasse überleben. Heute ist man auch in Russland wieder stolz auf diesen großartigen Windhund, im ganzen Südwesten des Landes wird er wieder bei Jagden eingesetzt.

Der Barsoi ist ein sanfter und angenehmer Haushund, der allgemein als friedlich und anhänglich gilt. Er zeichnet sich durch eine reservierte Zurückhaltung aus, ist aber manchmal auch widerspenstig.

Er bellt sehr wenig und besitzt einen angeborenen Schutztrieb. Er braucht viel Auslauf und eine konsequente, aber liebevolle Führung.


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