Aidi (Chien de l´Atlas)

Bei dem Aidi handelt es sich um die sehr typische Art eines Gebirgshundes, mit Ursprung in den Bergen und Hochebenen des Atlasgebirges in Marokko.

Die genaue Herkunft liegt im Dunklen; man nimmt jedoch an, dass der Aidi verwandt ist mit den bekannten, großen und weißen Berghunden, die sich bereits vor Jahrhunderten aus östlicher Richtung kommend in ganz Europa verbreiteten.

Andere Kenner der Rasse gehen davon aus, dass er über Spanien in die Richtung Nordafrikas gelangte. Es kann aber auch sein, dass er vor langer Zeit zusammen mit phönizischen Händlern aus dem Osten und aus Italien nach Marokko kam.

Sehr wahrscheinlich sind die großen asiatischen Hirtenhunde die Urahnen dieser reinen Wach- und Schutzhundrasse. Früher möglicherweise auch als Kriegshund eingesetzt, bewacht der Aidi heute die Herden und Kamele der Nomaden-Stämme in den nordafrikanischen Bergen vor Schakalen und Raubkatzen und die Lager vor Dieben und anderen unerwünschten Eindringlingen.

Diese so robuste Rasse findet also hauptsächlich als Herdenschutzhund Verwendung in den Gebieten des Atlasgebirges. Er hat ein dichtes Fell, das ihn besonders gut gegen die extrem schwankenden Witterungsbedingungen im marokkanischen Gebirge schützt. Dort bestimmen sehr heiße Tage und extrem kalte, biweilen sogar eisige Nächte das Klima. Das Fell schützt den Aidi sogar im Kampf gegen einen Wolf. Die Besitzer der Aidis setzen diese Hunde zusammen mit den Sloughis bei der Jagd ein. Der Aidi stöbert das Wild auf, die Aufgabe des Sloghis ist es, das Wild zu stellen.

Neben dem Sloughi ist der Aidi die einzige vom FCI anerkannte marokkanische Hunderasse.

Da diese Rasse ausschließlich für die Gebrauchstüchtigkeit gezüchtet wird, trifft man so gut wie keine reinrassigen Exemplare an.

Der Standard sieht beim Aidi eine Widerristhöhe von 52 bis 62 cm vor, das Gewicht soll dabei zwischen 22 und 26 kg liegen. Das Fell ist von mittlerer Länge, etwa 6 cm lang und sehr dicht. An Gesicht und den Ohren ist das Fell etwas kürzer, am Hals und an der Kehle findet sich, speziell beim Rüden, eine Mähne. Rute und Hinterbacken sind sehr üppig mit langen Haaren besetzt.

Die Fellfarben sind sehr variabel. Zwar wird weiß bevorzugt, aber auch schwarz, falb, schwarz mit weißer Scheckung sowie „ausgewaschenes Rot“ sind zugelassen.

Dagegen werden die Farben Blau, Harlekin und Isabelle (eine Nuance, die der Farbe eines Milchkaffees entspricht) nicht akzeptiert.


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