Die warme Jahreszeit beginnt und damit verbunden ist die Gefahr von verstärktem Parasiten-Befall bei Hunden.
Da diese zu schwerwiegenden Erkrankungen führen können, sollte jeder Hundehalter unbedingt auf Anzeichen für einen Parasiten-Befall achten.
Es ist sinnvoll das Fell des 4-beingien Freundes täglich zu überprüfen. Flöhe, Zecken oder Läuse sind schnell mit dem bloßen Auge erkennbar. Milben sind zu klein und können nur unter dem Mikroskop identifiziert werden.
Damit es erst gar nicht zu einem Flohbefall kommt, sollte der Hund ein geeignetes Halsband tragen oder regelmäßig mit einem Anti-Flohmittel behandelt werden.
Gerade nach Spaziergängen sollte der Hund auf Zeckenbefall überprüft werden. Zecken lieben es, sich von Büschen auf den vorbeikommenden, warmen Wirt fallenzulassen und dort festzubeißen.
Zecken übertragen die gefürchteten Krankheiten Borreliose, Babesiose und Anaplasmose.
Praktisch ist es, immer eine Zeckenzange oder eine Zeckenkarte mit sich zu führen, damit man die Zecke, wenn man sie schon während des Spazierganges entdeckt, umgehend entfernen kann. Niemals die Zecke herausdrehen oder Flüssigkeiten auf den Schmarotzer träufeln!
Sobald der Hund sich vermehrt kratzt, das Fell stumpf wird oder sich Ekzeme zeigen, sollte man den Tierarzt aufsuchen. Einige der Parasiten können auch auf Menschen übertragen werden, daher ist aus gesundheitlichen Gründen der Hund schnellstmöglich zu behandeln.
Sehr wichtig ist auch, im Haus alles zu desinfizieren. Flöhe verbleiben gerne im Teppich oder in der Hundedecke, daher sollten alle Textilien gründlich desinfiziert oder notfalls vernichtet werden, um einen erneuten Befall zu verhindern.
Eine weitere, nicht zu unterschätzende Bedrohung stellen die Parasiten im Inneren des Körpers dar. Hier sind besonders Spulwürmer zu nennen. Gerade Jungtiere sind häufig davon betroffen. Eine entsprechende Prophylaxe – sprich: Entwurmung – ist regelmäßig durchzuführen, um dem Hund schlimme Erkrankungen zu ersparen.
Recht häufig ist auch der Befall mit Bandwürmern. Hier zeigt sich oft ein verstärkter Juckreiz am After des Hundes, der ihn dazu bringt, sitzend auf dem Boden herumzurutschen, um sich Linderung zu verschaffen.
Entdeckt man kleine, weiße Dinge, die einem Reiskorn ähneln, im Fell oder im Kot, handelt es sich meist um einen Bandwurmbefall. Auch diese Wurmart ist auf den Menschen übertragbar.
Auch hier gilt: regelmäßige Wurmkuren schützen Hund und Herrchen vor ungeliebten Plagegeistern.
