Wildhunde: Der Dingo

Fast immer denkt man beim Dingo an den australischen Wildhund.

dingo

(C) Siegfried Bellach & pixelio.de

Zahlreiche Forschungen und Analysen von genetischen Ursprüngen bei Wildhunden haben allerdings gezeigt, dass es auch in Thailand Dingopopulationen gibt. Dort halten sich die Tiere fast ausschließlich in der Nähe von Menschen auf. Hier wollen wir uns allerdings auf die Beschreibung des australischen Dingos beschränken.

Ursprünglich handelte es sich beim Dingo um einen domestizierten Hund, der allerdings vor vielen tausend Jahren wieder zu seinem Leben in der freien Natur zurückfand und verwilderte. Man findet ihn überall in Australien verbreitet, wo er unabhängig von den Menschen in der Wildnis lebt.

Sein wissenschaftlicher Name ist Canis lupus dingo (canis = Hund, lupus = Wolf). Im allgemeinen australischen Sprachgebrauch wird häufig die Bezeichnung wild dog (Wildhund) für den Dingo verwendet. Unter die Bezeichnung wild dogs fallen dort alle Dingos und Mischlinge aus ihnen, sowie alle anderen Haushunde, die verwilderten sind.

Man nimmt an, dass der Name Dingo aus dem Namen Tingo entstand. Tingos nannten die Aborigines ihre gezähmten Hunde.

Es gibt keine einheitlichen Maße und Werte für die äußere Erscheinung der Dingos. Man kann jedoch feststellen, dass sie große Ähnlichkeit mit den Haushunden Südostasiens aufweisen. Auch die Pariahunde zeigen ein gleichartiges Aussehen.

Wenn man einen Durchschnittsdingo beschreiben will, würde der ungefähr so aussehen: Schulterhöhe von 52 cm bis 60 cm, Gesamtlänge (Nase bis Schwanzspitze) 116 cm bis 125 cm, Gewicht 12 kg bis 20 kg. Die männlichen Dingos sind größer und schwerer als die weiblichen Tiere. Auch regional gibt es große Unterschiede: die Dingos aus dem Norden und Nordosten des Landes sind größer als ihre Verwandten in Zentralaustralien oder im Süden. Die australischen Dingos sind generell größer und schwerer als die Dingos in Asien.

Dingos zeigen einen breiten Kopf mit spitz zulaufender, relativ langer Schnauze. Die Ohren sind spitz und aufrecht stehend. Verglichen mit Haushunden ihrer Größe haben Dingos größere und viel längere Zähne. Auffallend ist auch der flachere Schädel; eine weitere Besonderheit bei den Dingos ist das Fehlen der 5. Kralle an den Hinterfüßen.

Dingos zeigen ihre buschige Rute senkrecht hoch und nach am Ende noch vorne eingerollt, aber auch über dem Rücken getragen.

Ihr Fell ist kurz und meist in den Farben rot bis sand anzutreffen. Es gibt aber auch Variationen von schwarzen Hunden mit geblich-braunen Abzeichen, auch völlig schwarze Dingos sieht man gelegentlich. Früher gab es die ganz schwarzen häufiger, heute jedoch sind sie in Asien weiter verbreitet. Ganz selten sind weiße Dingos zu finden.

Die Dingos haben fast immer 2 Farben, wobei die meisten Tiere kleine Abzeichen an den üblichen Körperstellen wie Maul, Brust, Pfoten oder Schwanzspitze tragen. Rötliche Dingos haben manchmal tigerähnliche, schmale Streifen im Schulterbereich.

Durch die wilden Verpaarungen untereinander und mit anderen Haushunden kommt es bei den Dingos zu allen möglichen Farben und Fellmustern.


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  • 1 Kommentar

    1. Johannes
      geschrieben am 23. April 2010 um 07:02 Uhr | Permalink

      süß

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