Pferderassen: der Bardigiano

pferde-weide

Der Bardigiano ist ein kräftig gebautes, ausdauerndes Gebirgspferd bzw. –pony von mittlerer Größe, und es stammt aus Norditalien.

Seinen Namen hat er von der Stadt Bardi im oberen Ceno-Tal in der Provinz Parma. Die Rasse ist nur gering verbreitet und wird hauptsächlich in Italien, im genannten Bereich, gezüchtet.

Anzeige: Pferdehaftpflicht ab 28,32 – 110 Tarife Pferdehaftpflicht

Um in das Zuchtbuch eingetragen werden zu können, müssen Stuten ein Stockmaß von 135 bis 147 cm aufweisen, das Stockmaß der Hengste muss zwischen 139 und 149 cm liegen.

Der Bardigiano kommt meistens als Rappen, Brauner und Dunkelbrauner vor. Sein häufigstes Einsatzgebiet ist die Arbeit als Reit- Pack- und Zugpferd; aber auch in der Landwirtschaft und als Fleischlieferant findet er Verwendung.

Erstmals schriftlich erwähnt wurde diese Rasse im Jahr 1864, allerdings sind Pferde von diesem Typ schon seit Jahrhunderten bekannt. Man nimmt an, dass ähnliche Pferde aus dem heutigen Belgien, die in der Zeit der Völkerwanderung nach Norditalien gelangten, die Grundlage der Zucht sind.

Auch eine Verwandtschaft mit dem Aveligneser, einer Kleinpferderasse aus der Gebirgsgegend von Südtirol ist nicht unwahrscheinlich. Durch Einkreuzung von Vollblut-Arabern wurde die Rasse weiter veredelt und im Mittelalter als Reitpferd für Ritter sowie als landwirtschaftliches Arbeitspferd eingesetzt.

Nach den italienischen Einigungskriegen in der Mitte des 19. Jahrhunderts verlor der Bardigiano jedoch immer mehr an Bedeutung und wurde fast nur noch zur Maultierzucht verwendet. Durch die Einkreuzung von Haflingerhengsten ging der Bestand weiter zurück, da so kaum noch reinrassige Fohlen geboren wurden.

Auch weitere Veredelungsversuche nach dem Zweiten Weltkrieg blieben erfolglos und die fortschreitende Mechanisierung der Landwirtschaft reduzierte den Bestand weiter. Um die Rasse vor dem Aussterben zu retten, wurde 1972 ein Komitee zum Erhalt des Bardigianos gegründet.

1977 wurde schließlich das Stutbuch eröffnet und man schaffte es, den ursprünglichen Typ wieder herauszuzüchten. Die steigende Beliebtheit im Freizeitbereich, speziell als Trecking-Pferd für Touristen, sorgt dafür, dass der Bestand mittlerweile wieder gesichert ist.

Facebook Twitter Pinterest Plusone Linkedin Digg Delicious Reddit

Dieser Beitrag wurde unter Allgemein abgelegt und mit , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

*


+ 4 = acht

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>